Mit einer Kinderzeichnung fing alles an. Sie sollte Martin an seine Zeit in Tansania erinnern. Er ließ sie auf ein T-Shirt drucken. Heute gibt es eine ganze Shirt-Kollektion. Die Einnahmen fließen nach Tansania: Martin finanziert dort die Schulausbildung einiger Kinder und unterstützt noch weitere Projekte.

Kipepeo heißt auf Kiswahili "Schmetterling". Und diesen Namen wählte Martin Kluck als Label für seine Shirt-Kollektion. Denn wie in der Geschichte, in der der Flügelschlag eines Schmetterlings einen Sturm entfacht, so führte auch für Martin eine kleine Zeichnung unverhofft zu etwas Größerem... Aber von Anfang an:

Am Anfang war Abigail

2008 studiert Martin Kluck BWL. Er geht er für einige Monate nach Tansania. Er will dort in einem Waisenhaus ehrenamtlich helfen. Doch dort angekommen, stellt er fest, dass ihn niemand erwartet. Er landet an einer Grundschule und arbeitet dort als Hilfslehrer, fünf Monate lang. Zum Abschied schenkt ihm die siebenjährige Abigail eine Zeichnung, auf der "Love you" steht.

Martin druckt das Bild als Erinnerung auf ein T-Shirt - so kam der Stein ins Rollen. Vielen Leuten gefiel das. Er verkaufte die Shirts im Bekannten- und Freundeskreis und finanzierte so die Schulausbildung von Abigail. Doch nicht nur das - mit dem Verkauf weiterer Shirts mit anderen Motiven - Zebras, Giraffen und Co. - wurde für die Kinder der Mecsons School ein neues Küchengebäude finanziert. Weitere Kinder, Schulen und Projekte in Arusha in Tansania unterstützt das so gegründete Label Kipepo ebenfalls.

Entwicklungshilfe mit fairen Shirts

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Die Shirts, die Kipepo verkauft, werden in Tansania aus Bio-Baumwolle hergestellt. Knapp zehn Prozent der Einnahmen landen bei den Schulen in Tansania. "Das ist im Vergleich zu anderen Kampagnen viel", sagt Martin. Jedes Jahr ist er selbst vor Ort, um zu sehen, wie es mit den Projekten voran geht.

"Ich mache das gerne und habe das daher nie wirklich als Arbeit empfunden."
Martin Kluck, Gründer Kipepo Clothing

Der Zeitaufwand in den letzten Jahren war für das bislang ehrenamtliche Projekt extrem hoch. "Da sitzt du schon jeden Abend dran, auch samstags und sonntags", sagt Martin. Künftig möchte er von Kipepo auch finanziell leben können. Die Schulen und Kinder in Tansania will er aber weiterhin unterstützen.

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