Mehr als 7,5 Millionen Menschen in Deutschland können nicht lesen und schreiben. Dazu zählen auch sogenannte funktionellen Analphabeten, also diejenigen, die zwar Lesen und Schreiben gelernt haben, damit aber nicht zurecht kommen. Trotzdem schaffen es viele von ihnen, unerkannt durch Schule und Ausbildung zu kommen. Mittlerweile gibt es aber Wege, auch als Erwachsener das ABC nachzuholen.

Eine Redaktionskonferenz mit Sven Preger

Bunter Buchstabensalat aus Plastikbuchstaben
Studie

"Überraschend ist, dass 57 Prozent erwerbstätig sind"

Funktionale Analphabeten sind Menschen, denen es nicht möglich ist, auf einem sehr niedrigen Niveau einen Text zu verstehen und zu schreiben. In Deutschland leben davon 7,5 Millionen Menschen.

Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass die Zahl bei vier Millionen liegt, bis eine Hamburger Uni eine Studie durchgeführt hat und die Zahlen komplett neu geschrieben werden mussten. Peter Hubertus vom Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung.

Gesellschaftliche Teilhabe ist schwierig

Er sagt auch, dass die Zahl definitiv nach oben aufgerundet werden muss, weil damit noch immer nicht alle erfasst sind, die Probleme beim Lesen und Schreiben haben. Gesellschaftliche Teilhabe aber sei umso mehr dann möglich, je mehr man Schreiben und Lesen beherrsche. Darum setzt sich der Verein dafür ein, dass es mehr Angebote für Menschen gibt, die im Erwachsenenalter das Lesen und Schreiben nachholen wollen.

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