Schweißfüße sind das eine Problem mit Schuhen, Muskulatur ist das andere. Barfußlaufen gilt als gesund, aber ist es das auch? Unserer Reporterin ist für euch losgehoppelt.

Barfußlaufen soll die Muskeln trainieren, uns beweglicher machen und auch gut für den Rest des Körpers sein. Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Verena von Keitz läuft grundsätzlich gerne barfuß – besonders im Sommer und besonders im Urlaub. Plötzlich nur noch barfuß herumzurennen ist allerdings keine gute Idee. Orthopäden und auch Barfußtrainer sagen, es sei grundsätzlich wichtig, die Sache langsam angehen zu lassen.

Vorsicht bei Problemfüßen

Besonderes vorsichtig solltet ihr sein, wenn ihr schon Probleme mit den Füßen habt, meint der Barfußtrainer Emanuel Bohlander.

"Also, wenn ich von heute auf morgen anfange mit kaputten Füßen mit Fehlstellungen, Knick-, Senk-, Spreizfuß, nur noch barfuß zu gehen? Das würde ich nicht empfehlen!"
Emanuel Bohlander, Barfußtrainer

Grundsätzlich zeigen Studien, dass viel Barfußlaufen gut für die Füße, für die Haltung und Stabilität des ganzen Körpers ist. Das gilt auch für Asphalt und andere harte Böden.

Dauerhaft ist das sicher unangenehm – gerade auch im Sommer, wenn der Asphalt heiß ist, aber Barfußtrainer Emmanuel sagt, dass wir ohne Schuhe eigentlich von selbst zur richtigen Gangart kommen. Er trainiert vor allem Leute, die barfuß joggen wollen. Seine Kunden belasten ihre Füße, wenn sie Schuhe tragen, in der Regel zu weit hinten.

"Die meisten Jogger landen hinten auf der Ferse. Das sind sie vom Gehen so gewohnt. Aber wenn ich barfuß auch nur auf hartem Boden hüpfe, dann wirst du auf dem Vorderfuß landen."
Emanuel Bohlander, Barfußtrainer

Die Landung auf dem Vorderfuß dämpft den Stoß, denn dafür ist unser Fuß ausgelegt. 

Üben könnt ihr das:

  • auf der Wiese im Park
  • abends auf dem Spielplatz
  • mit sogenannt Barfußschuhen

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