In Australien teilen sich Orcas und Menschen ihren Walfang. In Berlin wird Zoopfleger Daniel zum Quallenpapa. Im Stall wird Eber Balsam regelmäßig von Hand befriedigt – für den kostbaren Zuchtsamen. Und wir schauen auf die Geschichte von Robby, ein Schimpanse, über den ein Streit entbrannt ist: Darf er nach 47 Jahren weiter bei Menschen leben?

Schimpanse Robby
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Streit um artgerechte Haltung

Robby, der letzte Schimpanse im Zirkus

Robby, 47 Jahre alt, lebt seit über 40 Jahren nur mit Menschen: Er ist der letzte Schimpanse in einem deutschen Zirkus. Nun wird um ihn vor Gericht gestritten. Darf er auch im hohen Altern noch zu seinen Artgenossen gebracht werden?

"Klar ist es für Affen besser, unter anderen Affen zu leben – also das braucht man ja gar nicht zu diskutieren. Allerdings, das sagt seine Tierärztin, könnte Robby da gar nicht überleben. Einfach weil er viel zu vermenschlicht ist – er kann einfach die Affensprache nicht."
Felicitas Boeselager, Deutschlandfunk-Nova-Reporter
Klaus Köhler mit seinem Schimpansen Robby
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Klaus Köhler lebt mit dem Schimpansen Robby seit er ein Kind ist.

"Ich habe eine Familie gesehen, die einen total liebevollen Umgang miteinander hat", sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Felicitas Boeselager zu ihrem Besuch im Zirkus Belly. "Man merkt, dass die Tiere ihnen sehr wichtig sind." Ganz besonders Robby. Am Tag ihres Besuchs sollte es auch eine Mahnwache von Tierschützern für Robby geben. Felicitas hat sich die Frage gestellt: "Warum stellt ihr euch einfach vors Zelt und demonstriert, warum redet ihr nicht mit denen?"