Alles, was irgendwie mit dem Netz verbunden ist, kann gehackt werden: Das zeigen Nerds auf der Black Hat 2015, der weltgrößten Hacker-Konferenz in Las Vegas. Neuester Coup: ein Scharfschützengewehr.

Runa Sandvik und Michael Auger erzählen im Netzmagazin Wired, wie es ihnen gelungen ist, ein Scharfschützengewehr zu hacken. Die Gewehre sind mittlerweile mit digitalen Zielsystemen ausgestattet. Per Computer wird das Ziel markiert, damit der Schütze auch ins Schwarze trifft. Das Ziel kann auch per Smartphone ausgewählt werden. Das Hackerpärchen hat es geschafft, den Computer über die WLAN-Schnittstelle zu knacken und so die Steuerung zu manipulieren. Ergebnis: Der Schütze schießt daneben.

Wie sie das geschafft haben, stellen die beiden Hacker bei der Black Hat 2015 vor. Die Teilnehmer lernen beispielsweise beim Car-Hacking-Tutorial wie sie Autos knacken können und dann Bremsen, Geschwindigkeit oder Klimaanlage eines Fiat Chrysler manipulieren oder Limousinen von General Motors aufschließen und starten.

Hacken für eine sicherere Welt

Außerdem haben die Hacker auf der Konferenz gezeigt, wie sie Dropbox und Google Drive vereinnahmen und für Angriffe nutzen können. Vor dem Hintergrund, dass wir alle immer mehr Daten in die Cloud auslagern, ist das eine gruselige Vorstellung. Ein paar Nerds haben es sich zum Ziel gemacht, Mac auszutricksen und mit dem Mythos der Unverwundbarkeit aufzuräumen. Sie haben den ersten Wurm gezüchtet, der sich von Mac zu Mac verbreitet, ohne ein direktes Netzwerk zu nutzen. Dazu müssten Hacker Mac-Adapter im großen Stil kaufen, infizieren und bei Ebay verscherbeln.

Noch viele andere Sicherheitslücken werden bei der Black Hat vorgestellt mit dem Ziel, dass die Hersteller ihre Systeme nachrüsten und sicherer machen.

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