Im Vorfeld der Bundestagswahl war massiv vor Hackerangriffen und Manipulation gewarnt worden. Aber dann kam nichts. Wirklich nicht?

Dass wir frei wählen können, ist das Grundwesen unserer Demokratie. Es gab aber Menschen, die davor gewarnt haben, dass die Bundestagswahl am 24. September 2017 manipuliert werden könnte. Befürchtet wurden Hackerangriffe, Leaks mit vertraulichen Informationen oder bewussten Falschmeldungen.  

Angriffe wurden vorbereitet

All das ist aber ausgeblieben. So zumindest stellt es sich dar, denn von Hackerangriffen haben wir nach der Wahl nichts mehr gehört. Das heißt aber nicht, dass es keine gab, sagt Arne Schönbohm vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

"Wir haben schon den ein oder anderen Angriff gesehen."
Arne Schönbohm vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Vieles sei aktuell noch vertraulich, sagt Arne Schönbohm. Er erläutert aber auch, warum so intensiv vor Hackerangriffen gewarnt wurde und wehrt sich gegen den Vorwurf der Panikmache: "Es gab Phishingangriffe gegen im Bundestag vertretene Parteien, Angriffe um Daten zu entwenden, private Accounts von Entscheidungsträgern wurden angegriffen." All das seien sehr klare Indikatoren für vorbereitende Maßnahmen gewesen.