Manchmal reicht eine Äußerung, um im Gefängnis zu landen: Die Menschen in Eritrea machen darum gar nicht erst den Mund auf. Milan darf nicht sagen, wie das Zeugenschutzprogramm sein Leben zerstört hat. Marthe Cohn hatte Angst, etwas Falsches zu sagen und als französische Spionin in Nazi-Deutschland aufzufliegen. Über das Leben in Repression, Hilflosigkeit und Angst - die Einhundert mit Paulus Müller.

Straßenszene in der eritreischen Stadt Keren
© Oliver Ramme | DRadio Wissen
Eritrea

Reise durch ein paranoides Land

Eritrea gilt als das Nordkorea Afrikas: totalitär, repressiv und diktatorisch. Wer die Regierung kritisiert, landet im Gefängnis. Junge Eritreer werden zwangsweise zum Militärdienst eingezogen, der mindestens 18 Monate dauert - oft aber willkürlich verlängert wird. Jeder fünfte Eritreer hat inzwischen das Land verlassen. Oliver Ramme ist genau dorthin gefahren: Wie leben die Menschen in Eritrea?

DRadio-Wissen-Reporter Oliver Ramme hätte seine Reise fast nicht antreten können. Für das Visum schickte Oliver seinen Pass an die eritreische Botschaft. Dort lag er monatelang. Das Visum wurde schließlich erteilt und die Botschaft schickte alle Unterlagen inklusive Pass an Oliver zurück. Nur kamen die Papiere nie bei ihm an - und das wenige Tage vor Abflug. Oliver besorgte sich einen Ersatzreisepass und bat einen Freund, für ihn mit dem Pass nach Berlin zu fliegen und das Visum direkt abzuholen. Ziemlich aufregend alles und das kurz vor Abflug!

Mehr über Eritrea: