Wir wissen gut Bescheid - über die Brutalität der Sklaverei, über die Apartheid in Südafrika mit einer der aggressivsten Rassentrennungen der Geschichte. Wir kennen die Reden von Martin Luther King, den Mut von Rosa Parks und die amerikanische Bürgerrechtsbewegung der 60er Jahre. Vieles davon ist durch demokratische Prozesse und durch den Kampf für Menschenrechte beseitigt worden. Trotzdem: Struktureller Rassismus, Hass und Diskriminierung zwischen Schwarzen und Weißen sind immer noch allgegenwärtig.

Kendrick Lamar und Nina Simone
© alle Bilder: dpa
Nina Simone bis Kendrick Lamar

Wut, Schmerz und Aufschrei

Wenn wir über das Verhältnis von Schwarzen und Weißen in den USA sprechen, dann müssen wir über Musik reden. Hip Hop zum Beispiel. Harte Jungs rappen plakativ über das Leben im Ghetto, über Kriminalität und Banden. Einige haben es durch den musikalischen Erfolg geschafft, ihr Leben im Ghetto hinter sich zu lassen. Das ist aber nur ein ganz kleiner Teil der Geschichte. Es gibt etliche Songs, die die Unterdrückung von Schwarzen thematisieren. Einige sind zu Hymnen geworden. Unsere Reporterin Anke van de Weyer hat für uns ein paar wichtige Momente der Musikgeschichte rausgesucht.

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Anke van de Weyer sagt, sie könne sich total verlieren in dem Thema "Wie schwarze Identität in der Musik verarbeitet wird". Weil es einfach unendlich viele Beispiele gibt und viele tolle Künstler. Das schwierige an diesem Thema ist eine kleine Auswahl zu treffen. Zum Beispiel hätte Anke auch noch gut über Bob Dylan reden können. Der hat einen Song geschrieben über den Mord an Emmet Till. Der war ein schwarzer 14-Jähriger, der 1955 aus rassistischen Motiven ermordet wurde. Der Song "The Death of Emmet Till" wurde 1962 zum ersten Mal gespielt und hat große Bedeutung für die Bürgerrechtsbewegung bekommen. Das nur am Rande, weil Bob Dylan gerade mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde.