Tataaa! Heute lassen wir die Sektkorken knallen, heute wird gefeiert. Und zwar wird die Einhundert 100. Nicht hundert Jahre, aber immerhin läuft diese Sendung heute zum hundertsten Mal. Rückblickend sind da ganz schön viele gute Geschichten zusammengekommen. Geschichten zum Aufregen, zum Mitfiebern, zum Heulen, zum Lachen. Es sind auch Geschichten dabei, die fast märchenhaft klingen. Aber unsere Geschichten sind eben echt und nicht ausgedacht. Für unsere kleine Geburtstagsfeier haben wir uns was Besonderes ausgedacht: Wir haben noch einmal nachgehakt, was aus der ein oder anderen Geschichte geworden ist. Eine Einhundert voller Fortsetzungen mit Moderator Paulus Müller und Redakteur Wolfgang Schiller.

Elke Hoffmann mit ihrem Großcousin Fritz.
© Elke Hofmann | DRadio Wissen
Familie gefunden

Zurück in Böhmischen Dörfern

Die Schwarz-Weiß-Aufnahme einer böhmischen Großfamilie vor rund hundert Jahren spielt eine bedeutende Rolle in dieser Geschichte. 15 Personen sind darauf abgebildet: Darunter auch die 10- und 15-jährigen Geschwister Anna und Friedrich. Anna ist die Großmutter unserer Autorin Elke Hofmann. Friedrich ist der Vater von Fritz. Über eine Einhundert-Reportage und die dazugehörige Internetseite haben die beiden Verwandten voneinander erfahren und sich kennengelernt. Und dann ist Elke ein zweites Mal nach Böhmen gereist.

Was bisher geschah: Vor gut einem Jahr haben wir hier in der Einhundert berichtet, wie unsere Autorin Elke Hofmann nach Tschechien gereist ist, um sich anzusehen, woher ihre Familie stammt: Ihr Vater und ihre Großeltern sind im Jahr 1946 aus einem kleinen böhmischen Dorf vertrieben worden. Kuschwarda heißt die tschechische Heimat von Elkes Familie, Sehnsuchtsort ihres Vaters. In Zeiten des Eisernen Vorhangs lag Kuschwarda in einer Grenzzone, die weitgehend unbewohnt war. Die meisten alten Häuser wurden abgerissen. Elke hat sich trotzdem auf den Weg gemacht. Mit historischem Stadtplan und alten Fotos. Hier könnt ihr Elke bei der Spurensuche begleiten.