Mit dem Talent ist es so eine Sache: Die einen haben es, die anderen nicht. Wer besonders viel Talent hat oder gar ein Wunderkind ist, dem unterstellen wir gerne, er müsse für seinen Erfolg nicht viel tun. Stimmt aber nicht. In der Einhundert mit Paulus Müller geht es um Menschen mit besonderen Fähigkeiten: eine Sängerin, eine Ärztin aus Tansania, eine Superabiturientin und um einen, dem Talent scheißegal ist.

Sandra Caldéron
© imago | Karo
Sandra Caldéron

Einmal Wunderkind und zurück

Sie sang mit elf Jahren für den Kanzler, stand mit zwölf in der Carnegie Hall und nahm mit 14 ihre erste Platte auf. Das war in den Neunzigern. Die Töne purzelten damals aus Sandra Schwarzhaupt, die heute mit Nachnamen Caldéron heißt, einfach so heraus. Doch als Sandra älter wurde, kam da erstmalnichts mehr. Die Erwartungen an das Wunderkind waren zu hoch.

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Am schwersten einzuschätzen war für DRadio-Wissen-Autor Martin Krinner die Rolle von Sandras Vater. Bei Kindern haben die Eltern immer großen Einfluss darauf, was ihre Kinder tun. Sandra Caldérons Vater hat sie zum Pop ermutigt aber er hat ihr auch geholfen, als sie sich später wieder auf klassische Musik konzentriert hat. Das Bild der armen Sängerin und dem peitschender Vater, ging für Martin Krinner deshalb nicht auf.