In Sachen Nahrung wollen wir alles immer und sofort: Tomaten und Paprika mitten im Winter, Fleisch wann immer es uns beliebt und natürlich das tägliche Frühstücksei. Wenn wir weiter so essen, bringen wir die Welt an den Abgrund. Lösungen dafür gibt es reichlich - in den Laboren dieser Welt wird daran geforscht: Pulver statt Spiegelei, künstliches Fleisch statt Tiere töten, Vitaminshakes statt Obst und Gemüse.

Eine Redaktionskonferenz mit Verena von Keitz

Ein Strohhalm schaut aus einer Flasche heraus.
Ernährung

Kauen war gestern

DRadio-Wissen-Reporter Christian Schmitt stellt seine Ernährung um - und zwar auf die weiche Tour. Statt fester Nahrung nimmt er nur noch ein einziges Nahrungsmittel zu sich: Soylent - einen Drink, bestehend aus Eiweißpulver, Maltodextrin, Wasser, Olivenöl und Zucker. Guten Appetit.

Soylent ist eine Erfindung von Rob Rhinehart. Der Software-Entwickler wollte einen Nahrungsersatz finden, der alle wichtigen Vitamine, Nähr- und Ballaststoffe enthält - genauso wie feste Nahrung. Rob Rhinehart fand nämlich, dass die tägliche Zubereitung seiner Mahlzeiten viel zu aufwändig und teuer sei. Also musste ein Pulver her.

Sieht aus wie drei Tage alter Gemüsebrei, riecht nach süßem Modder, schmeckt nach Olivenöl mit Vanillearoma. Aber Hauptsache man ist satt.
Christian Schmitt über Soylent

24 Stunden Flüssignahrung

DRadio-Wissen-Reporter Christian Schmitt ist seine Fußstapfen getreten und hat sich 24 Stunden lang nur von dem Nahrungsersatz ernährt - angemischt vom Apotheker seines Vertrauen, Florian Kuersch. Der sagt: "Da ist eine Menge Zucker drin, der Energiehaushalt des Körpers ist damit also mehr als abgedeckt."

Feste Nahrung ist besser

Christian Schmitt hat 24 Stunden durchgehalten und fleißig den Brei getrunken. Sein Fazit: Feste Nahrung ist besser. Darum hat er sich auch noch während der Sendung eine Pizza bestellt.