Sie stehen zu Tausenden an deutschen Bahnhöfen. Sie sind erschöpft, haben nichts außer der Kleidung, die sie tragen und einer Plastiktüte. Die Hilfsbereitschaft ist überwältigend. Aber was wird gerade eigentlich wirklich gebraucht?

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Menschen essen gemeinsam Melone
Gemeinschaft

Freunde statt Helfer

Das Sharehouse in Berlin hat fünf Etagen und bietet 40 Menschen Wohnraum. Dabei steht vor allem die Gemeinschaft im Vordergrund. An die Stelle der Helfer-Flüchtling-Beziehung sollen hier persönliche Freundschaften treten.

Noch ist das Sharehouse Refugio nicht ganz da, wo es sein will. Von den 40 Menschen, die dort Wohnraum finden, sollen in Zukunft 70 Prozent einen Fluchthintergrund haben. Das Konzept ist aber nicht, hier Menschen zu sammeln, die Hilfe brauchen, sagt Sven Lager, der so ein Sharehouse auch schon in Südafrika betrieben hat:

"Die Idee ist ja Gemeinschaft. Also nicht helfen, sondern wie können wir voneinander lernen? Denn ich glaube, dass Flüchtlinge, die hierher kommen uns auch jede Menge beibringen können."
Sven Lager hat das Sharehouse Refugio in Berlin ins Leben gerufen

Wer im Sharehouse Refugio lebt, der steht kurz davor, auf eigenen Beinen zu stehen. Helfer werden da weniger gebraucht. Eher Partner. Zum Beispiel, um die Sprache zu lernen oder den Kids bei den Hausaufgaben zu helfen. Auch Sachspenden sind herzlich willkommen. Denn im Refugio packen alle selbst mit an, Baumaterial wird daher ständig gebraucht. Das wichtigste ist aber, dass Menschen hier persönliche Beziehungen aufbauen und Freundschaften knüpfen können, sagt Sven Lager.