Chris Roberts deckt Lücken in Computersystemen auf und hat eine IT-Sicherheitsfirma gegründet. Als er neulich im Fluggzeug auf einen US-Inlandsflug gewartet hat, hat er sich einen kleinen Scherz auf Kosten der Flugsicherheit erlaubt - und wurde prompt durchsucht und verhört.

Chris Roberts besitzt die Sicherheitsfirma One World Lab und deckt als Hacker Lücken in Sicherheitssystemen auf. Als er kürzlich in einem Flugzeug auf den Start seines US-Inlandfluges wartete, hat er sich einen kleinen Scherz erlaubt und diesen Tweet abgesendet.

"Sitze hier gerade in einer Boing 737/800, habe Netzzugang über eine IFE-ICE-SATCOM-Box. Soll ich mal mit den Warnsystem-Anzeigen herumspielen? 'Sauerstoffmasken aufsetzen' irgendjemand?"
Chris Roberts am Flughafen, als er auf einen US-Inlandsflug gewartet hat

Bei der Landung an seinem Zielflughafen haben dann einige Männer vom FBI auf Chris Roberts gewartet. Er wurde vier Stunden lang verhört, sein Notebook, sein iPad und diverse Speichermedien vom FBI einkassiert. Nach der Befragung konnte Chris Roberts direkt wieder gehen. Als er dann jedoch kurze Zeit spät wieder mit dem Flugzeug unterwegs war, kam es für Chris Roberts richtig dicke: Er wollte von Colorado zu einer Konferenz nach San Francisco fliegen. Allerdings ließ die Crew von United Airlines ihn nicht an Bord. Die Begründung: "Aufgrund der von Chris Roberts behaupteten Möglichkeiten, das Bordsystem manipulieren zu können, haben wir entschieden, dass es zum Besten unserer Passagiere und Besatzungen ist, wenn er nicht mit United Airlines fliegen darf. Nichtsdestoweniger sind wir sicher, dass unsere Computersysteme nicht mit dem von ihm beschriebenen Methoden angreifbar sind."

Die IUS-Behördenaufsicht hatte zuletzt mögliche Cyberattacken im Flugzeug als reale Gefahr bezeichnet, vor allem wenn der Internetzugang für Passagier und Cockpitbereich über den gleichen Router geht und nur durch eine Firewall geschützt wird.

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