Auch unsere Haustiere leiden bei hohen Temperaturen unter der Hitze. Hunde und Katzen suchen sich von alleine ein kühles Plätzchen, da sie sich frei bewegen können. Wir Menschen haben zudem die Möglichkeit, sie durch ein paar Dinge zu unterstützen. Besondere Fürsorge brauchen allerdings Haustiere, die wir in Käfigen halten.

Bei steigenden Temperaturen suchen Hunde und Katzen selbstständig Räume auf, die kühler sind, sagt Katrin Umlauf, Leiterin des Tierschutzzentrums Weidefeld und Fachreferentin für Haustiere beim Tierschutzbund. Sinnvoll sei es daher, diesen Tieren von sich aus Räume anzubieten, die angenehmere Temperaturen für Hund und Katze ermöglichen. Insbesondere Hunde bevorzugen dabei den Keller oder legen sich gerne auf geflieste Böden, um sich abzukühlen. Katzen ziehen sich dagegen stärker zurück und suchen Schutz in eher dunklen Räumen. So ein Platz ist beispielsweise der Raum unter dem Bett ihrer Menschen, so Katrin Umlauf weiter.

"Katzen versuchen auch, Räume aufzusuchen und sich zurückzuziehen, gerade auch in dunklere Ecken."
Katrin Umlauf, Leiterin des Tierschutzzentrums Weidefeld und Fachreferentin für Haustiere beim Tierschutzbund

Ob es unseren Haustieren zu warm wird, lasse sich bei Hund und Katze am Hecheln erkennen. Dabei sei das Hecheln bei Hunden eine natürliche Reaktion. Hechelnde Katzen dagegen seien bereits stark überhitzt, so Katrin Umlauf weiter. Besitzer von Haustieren sollten grundsätzlich gerade an heißen Tagen ausreichend frisches Wasser anbieten und dieses häufig ersetzen. Die Haustiere bevorzugen dabei leicht gekühltes Wasser. Eiskalt solle es dabei auf keinen Fall sein, da dies zu Magenproblemen führen könne.

Wie Besitzer ihren Hunden bei großer Hitze helfen können

Gerade für ihren Hund könnten Halterin und Halter bei großer Hitze einiges tun, um den Alltag zu erleichtern. Katrin Umlauf empfiehlt:

  • Abkühlung anbieten und einen kleinen Pool aufstellen
  • Spaziergänge auf eine Zeit legen, in der der Straßenbelag nicht mehr extrem heiß ist
  • Wege auswählen, an deren Rand der Hund auf dem Grünstreifen gehen kann
  • Insbesondere bei älteren Hunden und Welpen darauf achten, dass sie nicht zu lange in der Sonne sind. Sehr alte und sehr junge Hunde neigen dazu, nicht früh genug in den Schatten zu gehen
  • Hunde, die ein sehr dichtes und bauschiges Fell haben, können geschoren werden
    "Wenn ich die Möglichkeit habe, einen kleinen Pool aufzustellen, dass der Hund in das Wasser gehen kann, dann machen die das auch."
    Katrin Umlauf, Leiterin des Tierschutzzentrums Weidefeld und Fachreferentin für Haustiere beim Tierschutzbund

    Tiere in Käfigen sind besonders abhängig von unserer Umsicht

    Ganz anders ist das bei Tieren, die wir in Käfigen halten wie Meerschweinchen, Kaninchen und anderen Nagern, erzählt Katrin Umlauf im Interview. Bei diesen sei für uns Menschen zudem oft schwer zu erkennen, ob sie unter der Wärme litten. Wichtig bei allen Tieren, die sich nicht frei bewegen können: auf den richtigen Platz für den Käfig achten. Dieser sollte geschützt sein, sich auf keinen Fall in der direkten Sonne und auch nicht direkt am Fenster befinden. Denn eine Fensterscheibe wirke wie ein Brennglas und sorge für zusätzliche Erwärmung, erklärt Katrin Umlauf. Helfen könne es diesen Haustieren, den Käfig teilweise mit einem Tuch abzudecken, um Schutz und Rückzugsmöglichkeiten zu bieten. Im Extremfall, wie zum Beispiel in einer Dachwohnung, sollten Halter auch einen Ventilator aufstellen.

    Haustiere mit Sonnencreme schützen?

    Als Faustregel gelte, Tiere, die sich ablecken, dürften nicht eingecremt werden, sagt Katrin Umlauf. Denn Sonnencreme dürfe von den Tieren nicht aufgenommen werden. Pferdebesitzer könnten aber die hellen Nüstern ihres Pferdes mit Sonnencreme einreiben, um einen Sonnenbrand zu verhindern.