+++ Netzdebatte: Brauchen wir einen Filter für Terrorpropaganda? +++ Hells Angels: Doku zeigt das Leben der Rocker +++ Lohnuntergrenze: Wie sich der Mindestlohn auf Praktikanten auswirkt +++ Fast legal: In New York bekommen Illegale einen Ausweis +++ Alles, was heute wichtig ist! +++

Daniel Stender ·

Guten Morgen! Thilo Jahn moderiert bereits, auch Reporterin Nilofar Elhami ist bereits da und Daniel Stender stellt gleich... (jetzt!) das Liveblog ins Netz...

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Breaking News: Tommy Caldwell und Kevin Jorgeson haben es geschafft. Vor ein paar Stunden sind die beiden Kletterer ganz oben auf der knapp tausend Meter hohen Steilwand "Dawn Wall" im Nationalpark Yosemite angekommen. Oben wartete schon die Familie, mit Sekt, Küsschen und einem Reporterteam der New York Times. Tolle Bilder gibt es hier!

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Donnerstag ist Kino-Tag! Und Reporterin Nilofar Elhami stellt zwei neue Filme vor, die extrem gegensätzlich sind. "Der große Trip" und "Schändung". Selbstfindung versus Thriller-Massaker - schaut doch, was Ihr wollt!

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Letzten Sonntag wollte der Blogger Sascha Pallenberg das solidarische Hashtag #JeSuisCharlie setzen - und bekam automatisch das Hashtag #JeSuisKouachi vorgeschlagen, mit dem auf die Attentäter von Paris verwiesen wird. Grund genug für Pallenberg eine Debatte anzustoßen. Wichtigste Frage: Warum haben Social-Media-Kanäle restriktive Porno-Filter? Und keinen Dschihad-Filter? Auch Sascha Pallenberg hat keine Antwort. "Das ist eine Zwickmühle", sagt auch DRadio-Wissen-Netzautor Michael Gessat. Denn durch einen solchen Filter würde die Meinungsfreiheit eingeschränkt werden, außerdem ist es technisch kompliziert. Außerdem: "Diese Postings geben Geheimdiensten und Polizei eine fantastische Möglichkeit, das Denken der Extremisten mitzuverfolgen", sagt Michael Gessat.

Ein Foto, das die Dschihadisten-Gruppe "Welayat Salahadden" über ihren Twitter-Account verbreitet hat: Demnach sind hier Kämpfer des "Islamischen Staates" zu sehen, die irakische Soldaten (in Zivil) exekutieren.
© dpa
Ein Foto, das die Dschihadisten-Gruppe "Welayat Salahadden" über ihren Twitter-Account verbreitet hat: Demnach sind hier Kämpfer des "Islamischen Staates" zu sehen, die irakische Soldaten exekutieren.
"Muss Twitter nicht einschreiten, wenn das Netzwerk als Rekrutierungstool fuer Schwachmaten dient, die am liebsten den Machern dieses Services die Ruebe abhacken wuerden?"
Daniel Stender ·

OMG! Prince William and Kate haben jetzt zusammen mit Prince Harry einen gemeinsamen Twitter Account. Hier der erste Post des royalen Trios:

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Rund 400 Millionen Menschen leben am Ufer des Ganges. Und weil es keine funktionierenden Kläranlagen gibt, gelangen allerhand menschliche und industrielle Überreste in den heiligen Fluss Indiens. "Ich würde da nicht mal den Fuß reinhalten", sagt Korrespondent Bernd Musch-Borowska. Vor Kurzem wurden in einem Seitenarm des Ganges ungefähr hundert Leichen entdeckt - normalerweise werden die Körper von Verstorbenen rituell verbrannt und die Asche im Fluss verstreut. "Viele arme Leute können sich das nicht leisten", erklärt Bernd Musch-Borowska. Nun sollen die Leichen doch noch verbrannt werden - auf Staatskosten.

Rituelle Waschung im Ganges
© dpa
Bernd Musch-Borowska, Korrespondent
"Umweltschützer, die auf die Verschmutzung des Ganges hinweisen, haben es schwer. Es gilt als respektlos zu sagen, dass der heilige Fluss dreckig ist."
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Endlich halblegal! Rund eine halbe Million illegaler Migranten in New York könnten davon profitieren, dass alle Einwohner der Stadt seit Montag eine Municipal ID beantragen dürfen. "Zehn große Banken wollen die ID anerkennen. So können die vorher illegalen Migranten Konten eröffnen," erklärt Korrespondent Kai Clement. Auch die Polizei, Museen und andere Organisationen wollen die ID anerkennen. Der Ausweis wird in öffentlichen Bibliotheken ausgegeben - "vor denen haben sich lange Schlangen gebildet", sagt Kai Clement. Konkret bedeutet die ID große Vereinfachungen im alltäglichen Leben der Migranten, zum Beispiel beim Zugang zu Krankenhäusern. Allerdings: Am rechtlichen Status der Einwanderer ändert das Stück Plastik nichts.

Bill de Blasio, Bürgermeister von New York
"Es ist nur ein Stück Plastik, aber es wird viele Türen öffnen für unsere New Yorker Mitbürger. Und ihr Leben besser machen."
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Ach ja, die Hells Angels. Das ist diese kriminelle Rockergruppe, die wegen Jobs im Rotlichtmilieu, wegen Gewalt und anderer Verbrechen längst nichts mehr mit der Motorrad-Romantik von Easy Rider zu tun hat. Oder? Der Dokumentarfilmer Marcel Wehn wollte mehr über die Rocker herausfinden. Deshalb hat er fünf Jahre lang an dem Film "Ein Hells Angel unter Brüdern" gearbeitet. Sein Fazit: "Man muss sich die einzelnen Menschen anschauen." Tja. Kritik gibt es auch: Der Film zeige die Hells Angels zu positiv.

Marcel Wehn, Dokumentarfilmer
"Ich habe mich für diesen Film von der öffentlichen Meinung befreit. Anfangs hatte ich natürlich Angst. Aber, die einzelnen Chapter der Hells Angels sind sehr unterschiedlich."
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Kurzes Update zu Charlie Hebdo: Die neue Ausgabe des Satiremagazins ist sehr begehrt. Auf Ebay werden Exemplare für mehr als 500 Euro angeboten. Vielleicht ja auch, weil Charlie Hebdo es trotz der Attentate wieder geschafft hat, die muslimische Welt mit einem Mohammed-Cover zu schockieren. In der Türkei sollten Internetseiten, die das Cover zeigen, blockiert werden. Aber sie sind natürlich trotzdem aufrufbar. Unterdessen hat die französische Polizei bekannt gegeben, dass sie Hinweise auf einen Komplizen der Attentäter habe.

Der Screenshot zeigt ein Ebay-Angebot für eine Ausgabe von Charlie Hebdo.
© Screenshot
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Gut gemeint ist der Mindestlohn für Praktikanten bestimmt. Aber: Für Leute, die ein Praktikum machen wollen, dass länger als drei Monate dauert, könnte es kompliziert werden. Denn nach drei Monaten müssen die Unternehmen den Mindestlohn an Praktikanten zahlen, die kein Pflichtpraktikum machen. "Das sind 1800 Euro im Monat", sagt Irene Seling von der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände. Sie befürchtet, dass einige Unternehmen künftig keine oder weniger Praktika anbieten werden.

Eine junge Frau trägt einen Stapel Unterlagen auf dem Kopf.
Irene Seling, Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA)
"Es ist zu befürchten, dass die Zahl der Praktika zurückgehen wird. Gerade bei kleineren Unternehmen."
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Apropos Filter im Netz: Wir hier in der Redaktion sind sehr froh, dass dieses Filmchen aus dem schwedischen Kinderfernsehen auf unseren Bildschirmen läuft. Snopp och Snippa! Und wer jetzt kein schwedisch kann, sollte es sich einfach anschauen... Es geht um Penis, Vagina und den ganzen Rest!

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Wir alle tun es. Immer wieder und jeden Tag - wir nutzen Facebook (oder andere Social-Media-Kanäle) am Arbeitsplatz. Das ist unterhaltsam, aber es lenkt auch ab und Interna können so sehr schnell an den Rest der Welt gelangen. Mark Zuckerberg hat die Marktlücke erkannt und bietet "Facebook at Work"an, ein Facebook für die interne Unternehmenskommunikation. Das sieht aus wie das echte Facebook und funktioniert auch so, ist aber auf die jeweilige Firma beschränkt. Neu ist die Idee nicht, Microsoft macht ähnliches, LinkedIn auch. The Register sieht das Ganze kritisch und titelt "Zuck wants in YOUR company firewall...

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Das war der Donnerstagmorgen mit Schaum oder Haase. Am Mikrofon war Thilo Jahn, Reporterin im Studio war Nilofar Elhami. Dieses Liveblog kam von Daniel Stender. Bis morgen früh, ab halb sechs sind wir wieder da!

DRadio Wissen
Das Beste aus mehr als drei Stunden Schaum oder Haase in weniger als drei Minuten.