So wichtig ist der Wirtschaftsfaktor Karneval +++ Die Ukraine-Verhandlungen in Minsk +++ Heute kommt 50 Shades of Grey in die Kinos. Juhu. +++ Total gesund! Werbelügen auf Lebensmitteln +++ Das neue super sexy Dekolleté +++ Was heute sonst noch wichtig ist...

Thomas Ruscher·

Es nützt ja nichts, heute kommen wir an bunten Luftschlangen, Berlinern, Kräppelchen und Mutzemandeln einfach nicht vorbei: Marlis Schaum, Nilofar Elhami und Thomas Ruscher rufen: Alaaf und Helau! Ob wir wollen oder nicht.

Thomas Ruscher·

In Minsk findet das wichtigste politische Ereignis der Woche statt: Schon seit gestern Abend diskutieren Angela Merkel, Wladimir Putin, François Hollande, Petro Poroschenko und ein Haufen Berater und Diplomaten über den Ukraine-Konflikt.

Aus den Verhandlungen dringen bisher nur Gerüchte, sagt unser Korrespondent Bernd Großheim: Die Politiker diskutieren anscheinend zwei Dokumente, die unterschrieben werden sollen:

  1. Alle wollen sich um um eine Waffenruhe bemühen
  2. Die Ukraine soll als Ganzes bestehen bleiben und souverän bleiben

Ob und wann diese Punkte unterschrieben werden, ist unklar.

Kremlchef Wladimir Putin gestikuliert am 11.02.2015 im weißrussischen Minsk, während im Hintergrund Bundeskanzlerin Angela Merkel und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko miteinander sprechen.
© dpa
Hier wird nicht gepennt, hier wird verhandelt!
Minsk-Korrespondet Bernd Großheim über die Verhandlungen
"Ein schwieriger Punkt bei den Verhandlungen in Minsk ist die Kontrolle der Grenze: Die Ukraine fordert einen Stopp der Waffenlieferungen aus Russland an die Separatisten."
Thomas Ruscher·

Nachtrag: Seit 12 Stunden verhandeln die Politiker in Minsk. Ein ukrainischer Beamter hat gesagt:

Wer jetzt einschläft, der hat verloren.

Thomas Ruscher·

Karneval ist ein richtig dickes Geschäft. DRadio-Wissen-Statistikerin Katharina Schüller hat die Zahlen parat: Zur Karnevals-Hochzeit geben die Deutschen 1,4 Milliarden Euro für den ganzen Trubel aus. Allein in Köln geht es um 460 Millionen Euro.

"In ganz Deutschland leben rund 3000 Unternehmen und 40.000 Mitarbeiter ganzjährig vom Karnevalsgeschäft", sagt Katharina. Die jecke Zeit ist also definitiv ein relevanter Wirtschaftszweig.

Und die Süßwarenindustrie hat auch was davon. Allein beim Kölner Rosenmontagszug werden unters bunte Volk gebracht:

  • 330 Tonnen Bonbons
  • 700.000 Schokoladentafeln
  • 220.000 Pralinenschachteln
Ein Mann bläst zu Karneval in seine Trompete.
© dpa
Tätä.
DRadio-Wissen-Statistikerin Katharina Schüller über den Wirtschaftsfaktor Karneval
"Von den Karnevals-Verkleidungen profitiert eher das Ausland: Zwei von drei Kostümen werden inzwischen aus China importiert."
Thomas Ruscher·

Das Buch war ein riesiger Erfolg. Heute kommt "50 Shades of Grey" in die Kinos. Und die größte Enttäuschung: Der Film ist ab 16 Jahren und von 120 Minuten Film gibt's nur in 20 Minuten Sex zu sehen. Ts. Da hatte es im Buch mehr Rumgemache.

Mehr über "50 Shades of Grey" gibt's in der Redaktionskonferenz von gestern unter dem hübschen Titel: Lass knallen.

Nilofar Elhami über "50 Shades of Grey"-Schauspieler Jamie Dornan
"Angeblich hat der Christian-Grey-Darsteller Jamie Dornan bei den Dreharbeiten einen Fluffer an der Seite gehabt. Ein Fluffer ist jemand, der den männlichen Hauptdarsteller erregen soll. Oder besser gesagt: Die Erregung erhält."
Thomas Ruscher·

Die Monsterbacke steht vor Gericht. Auf der Verpackung des Fruchtquarks stand früher: "So wichtig wie das tägliche Glas Milch!" Irreführend! Unzulässig! Verstößt gegen die Health-Claims-Verordnungen der EU! So der Vorwurf. Denn auch wenn im Quark Kalzium steckt, ist er noch lange nicht gesund.

"Die Monsterbacke ist kein Einzelfall", sagt Oliver Huizinga von Foodwatch. Solche Werbung sollte die das Health-Claims-Programm der EU eigentlich verhindern. "Aber es gibt so viele Schlupflöcher, dass selbst zuckerhaltige und ungesunde Produkte ganz legal Gesundheit versprechen dürfen, sobald irgendwelche Vitamine zugesetzt werden."

"Gesundheitsversprechen sollten auf Lebensmitteln gar nicht gemacht werden. In den allermeisten Fällen werden die irreführend benutzt."
Thomas Ruscher·

Tiefe Ausschnitte liegen im Trend. Also so richtig tiefe Ausschnitte, fast bis zum Bauchnabel, aber bitte ohne BH. Auf dem Roten Teppich gerne auch eine rechteckige freie Fläche vom Schlüsselbein bis zum Gürtel. Kann sehr toll und sexy aussehen. Kann auch schlimm schief gehen.

"Die Kunst ist, das Ganze so zu gestalten und zu sortieren, dass es stilvoll und elegant ist", sagt DRadio-Wissen-Reporterin Sarah Tschernigow. Das heißt: "Haltet euch beim Rest des Outfits zurück!" Minirock, 14 Zentimeter hohe Absätze, fettes Make-Up solltet ihr mit tiefem Cut Out also vergessen. "Ich würde auch keine Kette dazu tragen", meint Sarah, "der Ausschnitt ist Schmuck genug."

Zwei Frauen mit sehr tiefem Ausschnitt. Der linken Frau steht's ziemlich gut, der rechten Frau eher nicht so.
© dpa
Der tiefe Cut Out kann ziemlich gut aussehen. Oder aber auch nicht so gut.
DRadio-Wissen-Reporterin Sarah Tschernigow über ganz tiefe Ausschnitte
"Den Busen zu zeigen, ist das weiblichste, das man machen kann. Ein Blazer ist etwas kantiges, maskulines, das Gegenteil von Tussi. Beides zusammen ist also eine super Kombination. Und alltagstauglich!"
Thomas Ruscher·

Aha, sie findet's auch gut! Auch wenn der Ausschnitt nicht so super tief geht.

Schauspielerin Dakota Johnson kommt am 11.02.2015 in Berlin während der 65. Internationalen Filmfestspiele zur Weltpremiere des Films "Fifty Shades of Grey".
© dpa
Aha! "50 Shades of Grey"-Schauspielerin Dakota Johnson trägt auf der Berlinale auch den tiefen Ausschnitt.
Thomas Ruscher·

Francesco Schettino, der Kapitän der verunglückten Costa Concordia, ist verurteilt worden. 16 Jahre und 1 Monat Gefängnis. Die Richter haben Schettino in allen Anklagepunkten für schuldig erklärt: Fahrlässige Tötung und Körperverletzung, Herbeiführen einer Havarie, Verlassen des Schiffes und mangelnde Kommunikation mit den Behörden.

Erstmal bleibt Schettino frei. Er hat angekündigt, in Berufung zu gehen.

Der Kapitän der Costa Concordia Francesco Schettino am 27.02.2014.
© dpa
16 Jahre und ein Monat Haft. Es hätte fast nicht schlechter für Francesco Schettino laufen können.
Thomas Ruscher·

Schlechte Nachrichten aus Minsk von den Ukraine-Verhandlungen. "Wir haben gerade vom ukrainischen Präsidenten Poroschenko gehört, die russische Seite habe inakzeptable Bedingungen gestellt", sagt Horst Kläuser, der für uns die Verhandlungen beobachtet. Welche Bedingungen das sind, ist unklar. Ein gemeinsamer Vertrag scheint aber erstmal in die Ferne gerückt zu sein.

Während wir hier ins senden und ins Liveblog tippen, wird in Mariupol gerade wieder heftig gekämpft.

Horst Kläuser, Moskau-Korrespondent, über die Ukraine-Verhandlungen
"Russland hat vehemente Interessen im Osten der Ukraine, insofern wird man nicht einfach sagen: Wir lassen euch jetzt in Ruhe."
Thomas Ruscher·

Die Stiftung Warentest hat eine Mail-Anbieter-Test verbockt. Es geht um Posteo, der besonders auf verschlüsselte Mail-Kommunikation spezialisiert ist. Stiftung Warentest hat Posteo falsch bewertet. Die landeten zwar auf dem ersten Platz, aber in den technischen Details haben sich die Tester gehörig verzettelt.

Die Stiftung Warentest hat nun das Februar-Test zurück gezogen. "Der Witz ist natürlich nur, dass das ja reichlich spät kommt, es betrifft nur noch ein paar tausend Exemplare an Verkaufsstellen", stellt DRadio-Wissen-Reporter Michael Gessat fest.

DRadio-Wissen-Reporter Michael Gessat über den Test-Patzer der Stiftung Warentest
"Posteo versteht sich eigentlich als Vorreiter in sicherer Mail-Kommunikation, hat aber im Testpunkt 'Verschlüsselung' zum Beispiel nur ein 'Befriedigend' bekommen."
Thomas Ruscher·

Wenn ich Pinguin wäre, ich würde auch so einen schönen Pullover haben wollen!

Mit den Pullöverchen werden die Pinguine in Australien vor einer Öl-Katastrophe geschützt: Das Öl verklebt die Federn, dann sind sie nicht mehr vor der Kälte geschützt.

Thomas Ruscher·

In den vergangenen Monaten ist die Zahl der Flüchtlinge aus dem Kosovo stark gestiegen. Die Bundesländer wollen darum, dass das Kosovo zum sicheren Herkunftsland erklärt wird - und die Flüchtlinge damit keinen Recht auf Schutz mehr haben.

Im Januar haben rund 3600 Kosovaren in Deutschland Asylanträge gestellt. Die Armut im Kosovo ist extrem: Jeder dritte Kosovare muss mit 1,40 Euro am Tag auskommen. Im Land sind immer noch Nato-Soldaten, die Zusammenstöße zwsichen Albanern und Serben verhindern sollen.

DRadio Wissen
Das geht raus an alle Verpasser: Das Beste aus Schaum oder Haase!
Thomas Ruscher·

Das war's auch für heute. Wir wünschen euch noch einen schönen Donnerstag - Altweiber, falls ihr euch um 11:11 Uhr ins Geschehen stürzt. Wir sind morgen um 6:30 Uhr wieder für euch da. Bis dann!