Irgendwann ist es im Leben eines Menschen Zeit, auf eigenen Beinen zu stehen. Bis es so weit ist, helfen Kuscheltiere über die schwierige Zeit der ersten Abnabelung von den Eltern hinweg. In vielen Fällen wird aus dem Übergangsobjekt aber ein langjähriger Vertrauter, Geheimnisbewahrer oder sogar vollwertiger Partner- und Freundesersatz. Wir klären, wann eine Trennung von euren Kuscheltieren Sinn macht, und wie ihr euch sanft von ihnen entwöhnen könnt.

Eine Redaktionskonferenz mit Sven Preger

Ein Kind, das seinen Teddybären fest umarmt. Weil der teddy so groß ist, sind vom Kind nur die Arme zu sehen.
Kuscheltiere

Nicht ohne meinen Schnuffi

Kuscheltiere sind für kleine Kinder "Übergangsobjekte". Sie erleichtern die körperliche Trennung von der Mutter und simulieren Nähe, Wärme und Geruch der wichtigsten Bezugsperson für das Kind. Die Kindertherapeutin Gabriele Meyer-Enders erklärt wie Kuscheltiere Kindern dabei helfen, sich von den Eltern abzunabeln.

Auch später kann das Kuscheltier eine wichtige Funktion übernehmen, indem es zu einem vollwertigen Ersatz zwischenmenschlicher Beziehungen wird. Das Kuscheltier ist also oft ein Vertrauter, der das Kind bei allen Aktivitäten begleiten muss. Deswegen ist eine Reise ohne das Kuscheltier nicht möglich, eine Übernachtung bei der Oma nur mit Kuscheltier denkbar.