Obama will IS "schwächen und zerstören" +++ Welche Hilfe die Ebola-Gebiete jetzt brauchen +++ Warum Minecraft zwei Milliarden US-Dollar wert ist +++ Unabhängig oder nicht: Wir feiern die Schotten für ihre Röcke

Julia Möckl·

Moinsen! Is noch n bisschen früh, wa... Deswegen erstmal was zum Aufwachen, bevor wir richtig durchstarten - mit Marlis Schaum und Sebastian Sonntag im Studio und Julia Möckl im Liveblog. Schön, dass ihr auch am Start seid!

Julia Möckl·

Microsoft will offenbar Minecraft kaufen. Samt Entwicklerfirma hinter dem Computerspiel. Für 2 Milliarden US-Dollar. Whuat?! Ok, noch ist das ein Gerücht, aber: Es kommt vom gut informierten Wallstreet Journal, vielleicht ist also tatsächlich was dran, meint Sebastian Sonntag (der manchmal auch ganz gut informiert ist).

Und Sebastian sagt auch: Minecraft ist mehr als n Klötzchen-Bau-Spiel mit schlechter Grafik. Immerhin wurde im Multiplayer-Creativ-Modus schon ganz Mittelerde nachgebaut... Das Wallstreet Journal vermutet: Microsoft will neue Kundengruppen gewinnen - und eine große Fanbase übernehmen.

Sebastian Sonntag über einen möglichen Minecraft-Kauf
"Microsoft kauft damit natürlich auch einen riesigen Hype ein."
Julia Möckl·

Marlis schaut früh immer erstmal, um welche Themen es in ihrer Sendung so geht - und danach wählt sie dann ihr Outfit aus. Heute zum Beispiel geht es unter anderem um: Schottenröcke und Karo-Kilts. Wir klären, warum Schottland modemäßig schon ziemlich unabhängig ist. Mit einer Kiltschneiderin.

Marlis trägt heute Karo.
© DRadio Wissen | Julia Möckl
Marlis Schaum von "Schaum oder Haase" trägt zwar nicht wirklich einen Schottenrock, hat aber ein Herz für Karos.
Julia Möckl·

Barack Obama will Terroristen jagen, "wherever they are" - und hat in seiner Rede an die Nation heute Nacht weitere Luftangriffe auf die Terrormiliz IS angekündigt: nicht nur im Irak, sondern auch in Syrien.

Bodentruppen schließt der US-Präsident weiter aus - und unterscheidet sich damit deutlich von seinem Vorgänger George W. Bush: Während der nach den Anschlägen vom 11. September 2001 erst Bodentruppen nach Afghanistan und später auch in den Irak geschickt hat, setzt Obama auf Angriffe aus der Luft. Drohnenangriffe sind gewissermaßen das Markenzeichen von Obamas Anti-Terror-Kampf, sagt der Politikwissenschaftler Rudolf Peter.

Eine Drohne der US-Streitkräfte steht am 15.02.2012 auf der Holloman Air Force Base in Alamogordo, USA (dpa).
© dpa
Drohne statt Soldaten: Obamas Interpretation des "War on Terror".
Rudolf Peter, Stiftung Wissenschaft und Politik
"Der Wendepunkt in der Anti-Terror-Strategie kam mit dem Amtswechsel: Obama hat die Kriegsmüdigkeit in der Öffentlichkeit aufgenommen."
Julia Möckl·

Am 18. September stimmen die Schotten über eine mögliche Unabhängigkeit von Großbritannien ab. Egal, wie das ausgeht, modisch sind die Schotten so oder so ganz weit vorne: Schließlich haben sie den Schottenrock erfunden. Was einen echten Kilt ausmacht, weiß Alexandra Hotz, ausgebildete Kiltmakerin:

  • 100 Prozent Schurwolle
  • vorne glatt, hinten zwischen 25-30 Falten
  • mit Karo-Muster oder einfarbig (keine Blümchen)
  • gerader Schnitt
Viele Männer in Schottenröcken stehen nebeneinander (eyelab | photocase.com).
Kilt steht jedem Mann. Sagt Marlis...
Alexandra Hotz, Schneidermeisterin und ausgebildete Kiltmakerin
"Da ist ja hinten ganz viel Stoff, da kriegt man keinen kalten Popo."
Julia Möckl·

In 4 Schritten will Obama die Terrormiliz IS "schwächen und schließlich zerstören":

  1. "systematische Kampagne von Luftangriffen" gegen IS - im Irak und Syrien
  2. Unterstützung der irakischen Regierungstruppen und der kurdischen Peschmerga-Kämpfer: mit Beratern und Ausbildern aus den USA und - laut Medienberichten - auch mit Waffen
  3. Finanzströme der IS trockenlegen und Einreise ausländischer Kämpfer in die umkämpften Regionen unterbinden
  4. Hilfe für die vor der Terrormiliz IS geflohenen Zivilisten

Unten gibt's Obamas Rede an die Nation von heute Nacht in Wort und Bild.

Julia Möckl·

Die tödliche Krankheit Ebola breitet sich weiter aus: vor allem in Liberia, aber auch in Sierra Leone und Guinea. Der deutsche Arzt Werner Strahl war bis vor kurzem in Sierra Leone und erklärt uns, was die Menschen dort jetzt dringend brauchen, um die weitere Ausbreitung der Epidemie aufzuhalten:

  • Schutzanzüge für Ärzte und Pfleger - damit die sich überhaupt wieder in die Krankenhäuser trauen
  • mehr Krankenhäuser
  • mehr Ärzte und Pflegepersonal
  • mehr Feldlabore - um Ebola-Viren überhaupt nachweisen zu können
  • bessere Koordinierung und Absprache unter den (wenigen) Hilfsorganisationen, die noch in Ebola-Gebieten tätig sind

Werner Strahl hofft außerdem, dass bald auch ein Impfstoff gegen Ebola verfügbar wird. Trotzdem werde der Kampf gegen die Krankheit noch Monate dauern.

Der Arzt Werner Strahl war zuletzt im August in einem Ebola-Gebiet
"Zur Zeit haben wir in Sierra Leone nur 2 funktionierende Feldlabore - 6 oder 7 könnten wir gebrauchen, denn jedes Labor kann nur 80 Fälle pro Tag kontrollieren."
Julia Möckl·

Schaut mal, was unser Power-Surfer Sebastian da wieder ausgegraben hat: diese unterhaltsame Neuinterpretation eines bekannten Nena-Hits...

Julia Möckl·

Happy #InternetSlowdownDay - mit dieser Aktion haben Websites und Unternehmen gegen die Aufspaltung des Netzzugangs in verschiedene Geschwindigkeits- oder Qualitätsklassen protestiert - und für Netzneutralität. Die US-Aufsichtsbehörde FCC entscheidet nämlich demnächst darüber, ob bestimmte Datenpakete im Netz vielleicht bald schneller unterwegs sind als andere.

Um zu checken, wo das mit der Netzneutralität wie geregelt ist, empfiehlt Netzautor Michael Gessat diese Übersicht.

DRadio-Wissen-Netzautor Michael Gessat
"Bei uns in Europa ist Netzneutralität etwa in den Niederlanden garantiert. Die EU tendiert dazu, das insgesamt einzuführen bzw. zu regulieren."
Julia Möckl·

So, Schaum oder Haase sind raus für heute. Wir wünschen euch noch einen spitzen Tag und verabschieden uns mit Günther Oettinger - der uns hoffentlich auch als neuer EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft weiter mit unterhaltsamen Reden auf Schwäbisch... äh Englisch erfrischt. Tschö!