Was Terrorgefahr bedeutet +++ NSA rüstet sich für digitale Kriege +++ Der Stringer - undankbarster Job im Journalismus +++ Die Snowboard-WM in Kreischberg +++ Pegida in Schweden +++

Markus Frania ·

Guten Morgen - der Winter ist zurück. Hier in Köln gab es zwar noch keinen Schnee, aber es gab schon angenehmere Fahrradfahrten in den Sender. Schön, dass ihr dabei seid. Till Haase, Anna Kohn, Markus Frania und das ganze Team von Schaum oder Haase freuen sich auf euch.

Markus Frania ·

Es wird Zeit für das Frühjahr - und Zeit für den Frühjahrsputz. Auch unsere Studio hängt ein bisschen durch. Aber wir machen uns dran - versprochen. Wenn es wärmer wird.

Fußleiste im DRadio-Wissen-Studio
© DRadio Wissen
Markus Frania ·

Vor einer Woche lief in der ARD eine Dokusendung zum "Schlachtfeld Internet", in der auch NSA-Whistleblower Edward Snowden zu Wort kam. Und das war wieder dieses Wort zu hören: Cyberwar. Ist das was dran oder wollen die Geheimdienste nicht einfach mehr Kohle haben. Auch unser Netzautor Michael Gessat glaubt, dass da ein bisschen Panikmache dabei ist. Warum es eigentlich geht: Die Geheimdienste, die NSA, aber auch die Kollegen aus Russland oder China, tun Dinge, die man eigentlich in Friedenszeiten, ohne einen Kriegszustand unter zivilisierten Menschen, unter zivilisierten Nationen nicht tut.

Netzautor Michael Gessat
"In wieweit das dann im Konfliktfall alles greift - auch die Gegenmaßnahmen und Gegenangriffe - ist die Frage."
Markus Frania ·

Die Fashion Week Berlin geht wieder los: nach offiziellen Angaben mit über 100 Modeschauen und zwölf Messen. Aber alle schreiben: Die Fasion Week ist in der Krise. Die Bread&Butter fällt aus und Michael Michalsky will auch lieber für die Bekämpfung von Ebola spenden.

Wer überhaupt noch dabei ist? Einige heimische Labels haben sich zusammengetan und den Berliner Modesalon aufgemacht. Labels wie Lala Berlin oder Dorothee Schumacher zeigen im Kronprinzenpalais gemeinsam Teile ihrer Kollektion.

Markus Frania ·

Ein Polizist, der Fan von Taylor Swift ist - warum nicht? Und ein Kamera, die das Ganze gefilmt hat. Was dann passiert? 8000 Kommentare auf Youtube und so. Ist ja klar. Shake it off!

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Etwas ist anders heute. Es ist Montag, aber es wird in Dresden keine Pegida-Demo geben. Die Polizei hat in Dresden alle Veranstaltungen unter freiem Himmel verboten - wegen Terrorgefahr. Mittlerweile ist klar: Die Anschlagsdrohungen richten sich nicht gegen Demos im Allgemeinen, sondern gegen den Pegida-Organisator Lutz Bachmann.

Unklar ist allerdings weiterhin, wer genau droht, sagt Aglaia Dane aus unserer Nachrichtenredaktion. Und so konnten natürlich auch die ersten Verschwörungstheorien nicht lange auf sich warten lassen. Auf der Facebook-Seite von Pegida wittern viele eine Verschwörung. Die Politik habe sich die Drohungen ausgedacht, um die Bewegung mundtot zu machen.

Teilnehmer der islamkritischen Pegida-Bewegung ziehen am 05.01.2015 mit Transparenten und Fahnen bei einer Kundgebung in Dresden (Sachsen) am Stadion des Fußball-Drittligisten Dynamo Dresden vorbei.
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Markus Frania ·

Sie sind wichtig, aber keiner kennt ihre Namen: Sie berichten über Krisen und Kriege, trotzdem tauchen sie in der Bildunterschrift nicht auf. So geschehen in der Ostukraine, im Irak oder in anderen gefährlichen Berichtsgebieten. Stringer - Einheimische, die sich vor Ort auskennen und den Journalisten zuarbeiten. Kein ganz ungefährlicher Job, wie vor Kurzem die Festnahme einer Stringerin gezeigt hat, die für die China-Korrespondentin der Zeit gearbeitet hat.

Christian Mihr von Reportern ohne Grenzen
"Man muss sich fragen: Was ist einem die Arbeit von Stringern wert."
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Pegida darf heute nicht demonstrieren - wegen Terrorgefahr. Eine schwerwiegende Beschneidung des Grundrechts auf Demonstrationsfreiheit, sagt Paul Elmar Jöris, WDR-Terrorexperte. So etwas werde nicht ohne weiteres ausgesprochen und müsse die Ausnahme bleiben. In Deutschland ist aus einer abstrakten Gefahr eine konkrete Gefahr geworden.

Der Versammlungsleiter Lutz Bachmann spricht am 22.12.2014 in Dresden (Sachsen) zu den Anhänger des Pegida-Bündnisses (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes), die gegen die angebliche Überfremdung durch Flüchtlinge auf den Platz vor der Semperoper demonstrieren.
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Soll das Ziel eines Anschlages sein - Pegida-Organisator Lutz Bachmann
Paul Elmar Jöris, WDR-Terrorexperte
"Das Verbot der Demonstration in Dresden muss die Ausnahme bleiben."
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Wintersport im Fernsehen: Bobfahren, Biathlon, Skispringen - aber kein Snowboard und das, obwohl die gerade ihre Weltmeisterschaft austragen. Das ist schade, sagen wir - und sagt Sportreporter Kilian Medele. Denn der Sport ist sehr spektakulär. Ob Snowboard-Cross oder Halfpipe. Ein möglicher Grund für die die Fernsehabstinenz: Die Deutschen sind meistens nicht dabei, wenn die Medaillen verteilt werden. Viele Snowboarder haben aber auch keine Lust, bei einer Veranstaltung mitzufahren, die vom Skiverband FIS organisiert wird. Sie treten lieber bei den X-Games an.

Tim-Kevin Ravnjak bei der Sowboard-WM in Kreischberg
© dpa
Ihr kommt nicht ins Fernsehen - da könnt ihr euch auf den Kopf stellen
Kilian Medele vom Bayerischen Rundfunk
"Viele Snowboarder haben keinen Bock bei einer Veranstaltung mitzufahren, die von einem Skiverband organisiert wird."
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Es gibt Streit bei den Miss Universe-Wahlen - es geht um ein Foto, auf dem Miss Israel und Miss Libanon zu sehen sind - gemeinsam - und das können einige Idioten nicht ertragen. Miss Libanon soll ihre Krone wieder zurückgeben. Bis zum Weltfrieden ist es noch ein weiter Weg.

Markus Frania ·

Ein Exportschlager der anderen Art - in Skandinavien bilden sich Pegida-Ableger nach deutschem Vorbild. In Schweden unterstützen immerhin mehr als 8000 Leute die Bewegung im Netz, eigene Demos gab es dort aber noch nicht. Anders in Dänemark und Norwegen. Dort werden auch heute wieder Proteste stattfinden. In Dänemark wollen die Veranstalter keine Nazis sehen und wollen den Anschein einer Familienversammlung erwecken, sagt unsere Korrespondentin Randi Häussler.

Randi Häussler Korrespondentin in Schweden
"In Schweden ist der Veranstalter ein Galerist, der schon mal wegen Volksverhetzung verurteilt wurde."
Markus Frania ·

Sie haben jede Menge Kohle - und sie wollen hoch hinaus. Der britische Multimilliardär Richard Branson, Chef der Virgin Group und der amerikanische Multimilliardär Elon Musk, Mitgründer von Paypal und Gründer des Elektroautoherstellers Tesla. Vergangene Woche verkündete zunächst Richard Branson seine Pläne, Hunderte Satelliten in den Orbit schießen zu wollen, um der ganzen Erde einen Breitband-Internetzugang zu liefern. Und zwei Tage später bekräftigte dann Elon Musk, er habe etwas ganz ähnliches vor.

Netzautor Michael Gessat
"Know-how ist da - und Geld ist auch da."
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Unser Studio muss schöner werden. Und der erste Schritt ist getan. Die Leiste (Vergl. Post von 6:46 Uhr) ist wieder an ihrem Platz - mithilfe eines gezielten Fußtrittes. Wenn das nicht der Auftakt eines produktiven Tages ist. Till Haase, Anna Kohn und Markus Frania sind morgen wieder im hübschen Studio.

Leiste
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