Mathematik: Wie lässt sich der Verlauf von Ebola berechnen? +++ Anti-IS-Allianz: USA und Verbündete bombardieren Ölfelder +++ Glücksspiel: Warum ist Zocken im Netz so beliebt? +++ Objektivität: Wie arbeiten Korrespondenten? +++ Alles, was heute wichtig ist!

Daniel Stender ·

Guten Morgen! Marlis Schaum ist am Mikrofon, an ihrer Seite Reporter Martin Schütz und das Liveblog kommt von Daniel Stender.

Daniel Stender ·

Es ist das große Geschäft im Internet und es ist illegal. Zumindest in allen deutschen Bundesländern - nur in Schleswig-Holstein haben einige Online-Glücksspiel-Anbieter eine Lizenz.

Trotzdem wird online gezockt, klar. "Grob geschätzt werden jährlich 700-800 Millionen Euro mit Online-Glücksspiel umgesetzt", sagt der Wirtschaftswissenschaftler Ingo Fiedler. Rund 400.000 Personen würden online pokern, bei Sportwetten sollen rund 1,2 Millionen mitmachen.

Und genau dieses Geschäft wollen mehrere Bundesländer nun erschweren - indem sie den Zahlungsverkehr zwischen Anbietern und Spielern blockieren. Ingo Fiedler geht davon aus, dass das klappen kann. Zumindest teilweise.

Roulettetisch
Ingo Fiedler, Wirtschaftswissenschaftler an der Uni Hamburg
"Das ist machbar. Wir haben seit Jahren einen illegalen Markt. Wenn man die Zahlungsströme zwischen Anbieter und Spieler blockiert, dann wird es schon erschwert."
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Theoretisch sind Masern ansteckender als Ebola. Masern werden über die Luft übertragen, für eine Ebola-Infektion müssen Körperflüssigkeiten ausgetauscht werden. "Eine an Masern erkrankte Person kann 15 andere infizieren", sagt Christian Althaus, Epidemiologe an der Uni Bern. Ein Ebola-Patient hingegen infiziert zwischen anderthalb und zwei Personen.

Aber damit hören die beruhigenden Nachrichten auch schon auf: Gegen Masern gibt es Impfstoffe. Für Ebola werden die gerade erst entwickelt. Und: Britische Forscher haben herausgefunden, dass sich die Zahl der Infizierten alle drei Wochen verdoppelt. (Hier geht es zur Studie). Demnach könnten Anfang November rund 20.000 Menschen an Ebola erkrankt sein.

Ein Problem bei der Eindämmung der Epidemie ist, dass es schwierig ist, erkrankte Menschen zu isolieren. "Wir sind da auf unbekanntem Gebiet", sagt Christian Althaus.

"Irgendwann sind einfach keine gesunden Menschen mehr da, die sich anstecken können."
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Internet für alle! Das klingt erstmal gut. Schließlich haben fast fünf Milliarden Menschen auf der Welt keinen Zugang zum Internet. Facebook und Google planen, das zu ändern. Die beiden Netzgiganten wollen in abgelegenen oder wenig entwickelten Regionen der Welt zu Internetprovidern werden. Facebook ab 2015 mit Drohnen. Google mit Ballons. (siehe auch das PR-Video von internet.org)

Warum machen die das? "Sie können Geld für den Internetzugang verlangen. Und: Sie brauchen neue Kunden", sagt Netzreporter Konstantin Zurawski. Wie immer gibt es auch Kritik an den Plänen: Denn wer den Internetzugang kontrolliert, kann auch Inhalte sperren und so das Netz regulieren.

Gruselig: Die FB-Drohne soll so groß wie eine Boeing 747 sein. Und die vielen Google-Ballons sollen einen Ring bilden können, der einmal um die Erde reicht.

Konstantin Zurawski, Netzreporter
"Wenn Google und Facebook neue Nutzer gewinnen wollen, dann müssen sie dafür sorgen, dass mehr Menschen im Netz sind."
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In der vergangenen Nacht haben die USA in Syrien zwölf Ölfelder angegriffen, die von der Terrormiliz IS kontrolliert werden. IS finanziert sich unter anderem durch den Verkauf von Öl - die USA wollen diese Finanzierung stören. "Bisher ist nicht klar, wie heftig die Treffer waren", sagt Korrespondent Peter Steffe.

Bisher gibt es keine Stellungnahme des syrischen Diktators Assad zu den US-Angriffen selbst - aber ein Regierungssprecher hat das Vorgehen der Amerikaner begrüßt. Schließlich verschaffen die Angriffe auch dem Regime in Damaskus etwas Luft im Bürgerkrieg.

In Washington - so Steffe - versuche die Regierung aber, jeden Kontakt zum Assad-Regime zu meiden.

Peter Steffe, Korrespondent
"Is hat täglich rund 1,5 Millionen Dollar durch den Verkauf von Öl verdient. Mit diesem Geld wurden Waffen gekauft und Kämpfer bezahlt."
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Stell Dir vor, in Westafrika ist Ebola - und alle wollen hin. Okay, nicht alle. Aber immerhin gut 2.000 Personen haben sich auf den Aufruf der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gemeldet, um gegen gegen Ebola vorzugehen. Viele von ihnen sind Mitarbeiter der Bundeswehr - wie zum Beispiel der Rettungsassistent Jörg May (siehe Foto).

Allerdings wird es noch etwas dauern, bis die "Task Force Ebola" einsatzbereit ist. Und das liegt nicht nur an der Ausbildungsdauer der Freiwilligen, erklärt Nachrichtenredakteur Klaus Jansen. Denn Hubschrauber und Flugzeuge der Bundeswehr sind nur bedingt einsatzbereit. Konkret sollen lediglich 42 der 74 verfügbaren Eurofighter und 38 von 66 Tornado-Jägern startklar sein. Von der Leyen sagt, die Industrie sei schuld.

Und auch die Waffenlieferungen an die kurdischen Peschmerga-Kämpfer haben sich etwas verzögert - heute Nacht ist die erste Maschine vom Leipziger Flughafen gestartet.

Hauptfeldwebel Jörg May steht am 24.09.2014 am Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz (Rheinland-Pfalz) vor einem Rettungswagen.
© dpa
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Wahnsinn, dieser Alibaba-Online-Shop. Vor einer Woche erst ist das chinesische Unternehmen an die Börse gegangen. Marktwert: 170 Milliarden Dollar! Aber noch viel wahnsinniger ist, was man da alles bestellen kann. Zum Beispiel Echthaar von brasilianischen Jungfrauen. Für 38 Doller. Und dann gibt es noch ganz kuriose Dinge, die einfach falsch übersetzt sind: "Serviette der Pflaumenblüte" kann man da bestellen. Gemeint sind Damenbinden. Krass sind auch die Bestellmengen - von vielen Artikeln muss man gleich 100 Stück kaufen... Tolles Geschäftsmodell! Amazon muss sich warm anziehen!

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Ihr bastelt gern? Dann raus mit der Schere und ab zum Drucker: der spuckt dann eine Vorlage aus, mit der man eine Grumpy-Cat-Papier-Winkekatze zum Selberbasteln basteln kann. Viel Spaß!

Daniel Stender ·

Gestern waren wir irritiert - unser Kollege Reinhard Baumgarten stand an der türkisch-syrischen Grenze und berichtete davon, dass er kaum Flüchtlinge sehen könne. Obwohl alle Welt von einer drohenden humanitären Katastrophe spricht.

Grund genug, mal nachzufragen: Wie arbeiten eigentlich Korrespondenten? "Die meisten Informationen bekommen wir über Agenturen, manche arbeiten manchmal sehr schnell und melden etwas, das später wieder korrigiert werden muss", erklärt Henryk Jarczyk. Der ehemalige Bosnien-Korrespondent rät daher zur Vorsicht, als Korrespondent müsse man immer kenntlich machen, welche Informationen nicht klar einschätzbar seien. "Wir bemühen uns um Objektivität. Ich versuche nur, Dinge, die ich selbst gehört und gesehen habe, als Tatsachen zu beschreiben."

Vor allem Sprachkenntnisse seien wichtig, um auch ganz alltägliche Gespräche zu verstehen, um ein Gefühl für die Stimmung in einem Land zu bekommen.

Henryk Jarczyk, Korrespondent
"Ich versuche immer, die Quelle zu analysieren. Und versuche das einzuordnen. Aber keiner kann garantieren, alles richtig zu machen."
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Stichwort: Fifa15. Einerseits ist alles gut: Realistischere Torhüter und auch der Rasen sieht nach dem Spiel anders aus als vor dem Spiel. Irgendwie abgenutzt. Und andererseits? Gibt es Probleme, sagt Reporter Martin Schütz: Spieler sollen manchmal kopflos dem Ball nachlaufen - auch die Torhüter sind dabei.

Früher konnte man mit solchen Spielen richtig Geld verdienen, heute ist das eher bei Spielen wie League of Legends möglich. Diese Zocker hängen auch nicht nur auf der Couch ab. Im Gegenteil,, erklärt Martin Schütz: "Die trainieren täglich einige Stunden, lernen neue Taktiken, machen Fitnesstraining. Die Weltspitze schafft vier bis sechs Bewegungen an Maus und Tastatur in der Sekunde."

Alex Müller, SK Gaming
"Ein Spieler der Spitzenklasse im Bereich League of Legends zum Beispiel, der fährt im Jahr zwischen 100.000 und 200.000 US-Dollar nach Hause."
Daniel Stender ·

Das war es mit Schaum oder Haase an diesem Donnerstag. Alles war Awesome! Sagt Marlis. Sagt Martin. Und Daniel postet einfach dieses Video... Bis morgen.

DRadio Wissen
Und hier das Beste aus mehr als drei Stunden Schaum oder Haase in weniger als drei Minuten.