Die wichtigsten Tropenmediziner der Welt treffen sich in New Orleans +++ Was das Treffen des Weltklimarats in Kopenhagen gebracht hat +++ Nach den Wahlen in der Ostukraine +++ 100 Jahre Interpol

Markus Frania ·

Es ist mal wieder soweit - Schaum oder Haase mit Thilo Jahn am Mikrofon. An seiner Seite - Sebastian Sonntag. Und Markus Frania tippt im Liveblog.

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400 Millionen Euro will Bill Gates im Kampf gegen Infektionskrankheiten locker machen. Das hat er jetzt auf dem wichtigsten Treffen der Tropenmediziner bekannt gegeben, die sich gerade in New Orleans austauschen. Bill Gates stehe vor allem für den Ansatz, durch Technologie Krankheiten zu bekämpfen, erzählt der Tropenmediziner Benjamin Mordmüller. Und der Microsoft-Gründer hat eines, an dem es in den Ländern fehlt, in denen Tropenkrankheiten auftreten: Geld. In jedem Fall hat es Bill Gates weit gebracht seit 1977.

Benjamin Mordmüller, Tropenmediziner
"Bill Gates war eher für den Glamourfaktor in New Orleans."
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Der Klimawandel ist noch zu verhindern, das hat der Klimarat gestern versichert. Weitere Erkenntnisse: Der Mensch ist schuld, das ist jetzt offiziell, erzählt Gerhard Ehring, der für uns in Kopenhagen ist. Ansonsten gilt: Die Auswirkungen sind konkret, die Lösungsvorschläge allerdings ziemlich abstrakt.

Georg Ehring, Umweltredaktion des Deutschlandradios
"Erneuere Energien sind konkurrenzfähig."
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Nach den Parlamentswahlen in der Ukraine haben die Separatisten in ihren "Volksrepubliken" Donezk und Lugansk gewählt. Die alten und neuen Machthaber wurden legitimiert. Russland erkennt das Ergebnis an. Der Rest der Welt sieht das anders. Es bleibt also alles beim alten. Einen Vorteil hatte es für die Bewohner von Donezk und Lugansk in jedem Fall, wenn sie es ins Wahllokal schafften - es gab gratis Gemüse.

Wahl in Lugansk
© dpa
Henryk Jarczyk, Korrespondent in Donezk
"In der Ostukraine ist schon fast Winter - das Obst und Gemüse wird daher gerne genommen."
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Geburtstagskind, ein Sieg gegen Hoffenheim und damit Bayern-Jäger Nummer eins - Gladbach-Trainer Lucien Favre hatte gestern einen schönen Tag.

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Darf der das? Also darf ein Linker Ministerpräsident werden? Joachim Gauck wäre wenig begeistert, wenn der nächste Landesvater von Thüringen Bodo Ramelow hieße. Das hat er öffentlich kundgetan. Und jetzt geht es darum, ob Gauck das darf - also ob sich ein Bundespräsident so aktiv die Politik einmischen darf. Alles ziemlich kompliziert.

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Heritage muss sein - es geht auch das afrikanische Erbe bei der Fashion-Week Africa in Johannesburg. Die Designer wollen ein anderes Bild Afrikas in die Welt zu schicken. Bunte Kleider statt Dauermeldungen über Ebola. Einige Designer haben auch schon in New York für Aufsehen gesorgt, erzählt unser Korrespondent Jan-Philippe Schlüter. Der es trotz aller Begeisterung eher schlicht mag: Flip-Flops und weißes T-Shirt auf einer Modenschau - mutig.

Ein Model führt die Kollektion des Designers Intisaar Mukadam aus Zimbabwe bei der Fashion-Week Africa in Johannesburg vor.
© dpa
Jan-Philippe Schlüter, Korrespondent in Südafrika
"Grau-beige-schwarz wie in Mailand - das finden die Südafrikaner nicht so schön."
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Eigentlich wäre heute Weltmännertag, wenn der nicht schon vor zehn Jahren abgeschafft worden wäre. Sebastian Sonntag bedauert das - denn junge Männer durchleiden gerade eine Identitätskrise, hat er beobachtet.

Die Schmerzensmänner, mit Bart, Hornbrille und Strickjacke seien sehr unsexy - beklagen auch die Frauen schon seit einiger Zeit. Personal-Coach Peter Frahm ist sich sicher: Männer haben ein Problem mit dem Selbstbewusstsein - Abhilfe soll sein Youtube-Channel mit knapp hundert Videos schaffen. Also weg mit der Hornbrille und Videos gucken - wenn ihr dann noch was erkennen könnt.

Sebastian Sonntag, DRadio Wissen
"Nicht jedes vermeintlich männliche Verhalten, kommt gut bei Frauen an."
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Facebook und der Anonymisierungsdienst Tor - eigentlich passen die ja so gut zusammen wie die Kuh und das Ballett. Aber am Freitag kam die Meldung: Facebook geht ins Tor-Netzwerk, richtet dort einen neuen speziell verschlüsselten Zugangspunkt ein. Ein Schritt, um Facbook-Nutzern im Iran oder China zu helfen, die eher ungern ihren Klarnamen im sozialen Netzwerk angeben wollen. Einige Blogs haben allerdings Angst, dass das Dark Web jetzt weniger cool wird.

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Verbrechen kennt keine Grenzen - also muss auch die Polizei grenzübergreifend arbeiten. Ein Job für Interpol. Eine Weltpolizei ist sie allerdings nicht, denn sie darf nicht einfach im Ausland Verbrecher festnehmen, sondern muss mit der örtlichen Polizei zusammenarbeiten. Heute wird Interpol einhundert. Wir gratulieren mit einem kleinen Ständchen.

Johannes Kulms, DRadio Wissen
"Seit dem 11. September ist der Terrorismus ein großes Thema für Interpol."
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Wir hatten ja schon dezent darauf hingewiesen - heute wäre eigentlich Weltmännertag, aber na, ja. In der Prä-Hornbrillen-Ära war eines klar - Männer brauchen ein Auto. Was noch besser ist? Männer, die sich in ein Auto verwandeln können.

Markus Frania ·

Datenautobahn und Autobahn verschmelzen, der geplanten Kfz-Maut sei dank - das freut BKA-Chef Jörg Ziercke und schockt natürlich Datenschützer. Und das wohl nicht zu unrecht, sagt unser Netzautor Michale Gessat. Denn trotz des großen Indianerehrenwortes, dass niemand unbefugt auf die Daten zugreifen darf - Jörg Ziercke hat der Welt am Sonntag selbst gesagt, dass der Zugriff auf die gespeicherten Mautdaten sinnvoll sei. Wenn man damit Fälle von Schwerkriminalität aufklären kann.

Netzautor Michael Gessat
"Also ich glaube, die Bedenken der Bedenkenträger sind allzu berechtigt."
Markus Frania ·

Dumme Menschen hören Beyoncé. Zu diesem Ergebnis sind die Daten-Experten von Virgil Griffith gekommen. Dazu haben sie Daten aus Intelligenztests von Universitäten genommen und mit Hilfe von Facebook angeschaut, welchen IQ Leute haben, die bestimmte Bands oder Musiker gut finden. Und da kamen Beyoncé-Hörer nicht gut weg. Ganz ähnlich übrigens wie Hörer ihres Göttergatten Jay-Z.

Intelligenzbestien hören demnach Radiohead oder Sufjan Stevens. Klingt alles ein bisschen nach Klischee. Wir hören auf jeden Fall ganz gerne Beyoncé.

Markus Frania ·

Das Team von Schaum oder Haase ist durch - für diesen Montag. Jetzt schnell einen Kaffee - und dann das: Eine kryptische Nachricht der Kaffeemaschine, die wahrscheinlich nicht nur Leute überfordert, die um kurz nach vier aufgestanden sind. Manchmal sehnt man sich doch in die Filtertütenära zurück. System-Neustart morgen um 6:30 Uhr.

Timeout
© DRadio Wissen