Mohamed Amjahid hat in Berlin studiert und ist jetzt Volontär beim Tagesspiegel. Klingt eigentlich unspektakulär, ist aber das Ergebnis eines aufreibenden Kampfs mit den Behörden, denn er hat einen marokkanischen Pass.

Mohamed hat an der Freien Universität Berlin Politikwissenschaften studiert, ein Recherchesemester in den USA verbracht, war als Austauschstudent in Kairo, spricht drei Muttersprachen und drei weitere Fremdsprachen. Er wird für wichtige Journalistenpreise nominiert und gewinnt auch manche davon. Schon beim Abschluss seines Studiums kann er eine beachtliche Vita vorweisen.

"Andere sind nicht in der Position, dass sie so offensiv ihre Rechte einfordern können wie ich."

Als sich Mohamed nach seinem Studium als Volontär beim Tagesspiegel bewirbt, bekommt er eine Zusage. Dass viele von Mohameds journalistischem Talent überzeugt sind, interessiert die Ausländerbehörde allerdings nicht. Die Beamten möchten ihm keine Arbeitserlaubnis ausstellen, solange er keinen Job mit einem Einstiegsgehalt von mindestens 47.000 Euro nachweisen kann. Viele seiner Kommilitonen sind schon froh darüber, wenn sie nach dem Studium überhaupt einen Job finden. Doch Mohamed gelingt es auch diese Hürde zu nehmen - wie, dass erzählt er uns in der heutigen Redaktionskonferenz mit Christoph Sterz.