Drei Geschichten aus dem Schatten großer Ereignisse: Im Zweiten Weltkrieg soll eine falsche Fabrik feindliche Bomber anlocken. Am 11. September 2001 muss eine Kleinstadt plötzlich Tausende gestrandeter Fluggäste aufnehmen. Und wer im Hintergrund arbeitet, wenn ein Minister reist - das hört ihr in der Einhundert mit Paulus Müller.

Gander International Airport
© Gander International Airport
Flughafen von Gander

9/11 - 7000 Menschen stranden im Nichts

Als am 11. September 2001 zwei Flugzeuge in die Twin Towers krachen, kommt es auch im kanadischen Gander zum Ausnahmezustand. Auf einmal muss die 10.000-Einwohner-Stadt Tausende gestrandete Fluggäste aufnehmen. Ein Pilot, ein Passagier und eine Bewohnerin erzählen, was sie in zehn Tagen Zwischenlandung erlebt haben. 

Für ihre Hilfsbereitschaft sind die Neufundländer bekannt. Norbert Demps war einige Zeit nach dem 11. September 2001 noch einmal in Gander. Da hat er folgendes erlebt: Eine Flugmitarbeiterin hat bei seinem zweiten Besuch einfach selbst nach Dienstschluss das Gepäck mit dem Privatwagen auslieferte. Auf den Dank dafür habe die Mitarbeiterin folgendermaßen reagiert: "Ach, was. So viele Hotels gibt es in Gander ja nicht".