+++ Wikileaks: Bundesregierung wurde im großen Stil von der NSA abgehört +++ Gericht weist Sammelklage "Europe vs. Facebook" zurück +++ Wie gründe ich ein Unternehmen - und warum macht's kaum jemand? +++ Prekäre Lage der Frauenhäuser in Deutschland +++ Der Bericht aus Athen: Griechenland vor dem Referendum +++ Sommer-Desserts aus der ganzen Welt +++

Niko Fischer ·

Einen wunderschönen guten Morgen! Vom Abhörskandal der NSA - Wikileaks hat neue Dokumente veröffentlicht - über Griechenland, Unternehmensgründung und die großartigsten Sommer-Leckereien: Bei uns findet ihr DAS Programm gegen die Sommerhitze. Schon jetzt am frühen Morgen kann man eigentlich nur noch neben einem Ventilator existieren. Frischluft Marsch, Schaum Marsch - schön, dass ihr dabei seid...

Niko Fischer ·

Max Schrems, Jurastudent aus Wien, kämpft um mehr Datenschutz - gegen Goliath Facebook. Das "Landesgericht für Zivilrechtsfragen" hat die Sammelklage jetzt abgelehnt. Der Kläger sei zum maßgeblichen Zeitpunkt nämlich kein Verbraucher gewesen, sondern habe Facebook auch beruflich genutzt. Die Facebook-Anwälte wird's freuen.

Michael Gessat, DRadio Wissen Netzreporter
"Das Gericht erklärte sich für nicht zuständig - weil eben nur Verbraucher das Recht haben, an ihrem Heimatort zu klagen."
Niko Fischer ·

310.000 Deutsche haben letztes Jahr ihr eigenes Unternehmen gegründet. Ist bei 82 Millionen Deutschen nicht gerade üppig. Seit fünf Jahren sinkt die Zahl der Existenzgründungen. 30 Prozent der Gründer müssen nach drei Jahren wieder aufgeben. Die meisten Mutigen versuchen es in der Gastronomie und im Dienstleistungbereich.

Mathias Härchen, Leiter des Bereichs Unternehmensförderung bei der IHK in Köln
"Ich kann nur ermuntern, es zu versuchen. Wenn man eine Idee hat, an die man glaubt, dann sollte man sich nicht beirren lassen."
Niko Fischer ·

Die Internetplattform Wikileaks hat gestern Abend eine Liste von fast 70 Spionagezielen in der Bundesregierung veröffentlicht. Betroffen sind vor allem das Finanz-, Wirtschafts- und Landwirtschaftsministerium. Außerdem hat Wikileaks NSA-Berichte über abgehörte Gespräche im Kanzleramt zugänglich gemacht, eines davon von Bundeskanzlerin Merkel. Im ARD-Morgenmagazin befürchtete Wirtschaftsminister Gabriel eine mögliche Wirtschaftsspionage.

Arne Meyer, NDR-Journalist
"Einige der Durchwahlen - etwa die des Vorzimmers von Sigmar Gabriel - sind noch aktuell."
Niko Fischer ·

Fünf Wochen lang einschließen und dann mit freundlichem Grinsen eine Lösung präsentieren - so wie Bahn und GDL. In Griechenland scheint das leider unmöglich. Das bevorstehende Referendum spaltet die griechische Gesellschaft. Am Finanzministerium hängt ein Banner mit der Aufschrift "Nein zur Erpressung", hat uns Panajotis Gavrilis erzählt.

Panajotis Gavrilis, Deutschlandradio-Korrespondent in Athen
"Ein Wasser mit einem 50-Euro-Schein zu bezahlen, ist nicht möglich, weil kein Wechselgeld da ist."
Niko Fischer ·

Systeme runterkühlen. Existenziell bei diesen Temperaturen. 38 Grad kann's heute werden. Aber WIR helfen euch: mit kühlen Desserts für überhitzte Tage. Der neuste heiße kalte Scheiß, den die New Yorker gerade verspeisen, heißt J-Cone, weiss Tina Kießling...

Tina Kießling, DRadio Wissen Cool(ness)-Spezialistin
"J-Cones sind Eistüten aus Maismehl. Die schmecken bisschen wie 'ne Mischung aus Puffreis und Popcorn."
Marlis Schaum, Moderatorin dieser Veranstaltung, hat mit den Folgen der Hitze zu kämpfen...
"Außer mir ist noch eine andere heiße Maus mit im Studio: Tina!"
Niko Fischer ·

Im Bundestag geht es heute um eines der essenziellsten Themen im Leben - ums Sterben. Und ob dabei geholfen werden darf. Die Abgeordneten diskutieren über vier Gesetzentwürfe, die sich mit der Sterbehilfe beschäftigen. Die Anträge decken fast alle Möglichkeiten ab.

Jakob Vogel, DRadio Wissen Nachrichtenredaktion
"Die Anträge reichen von einem kompletten Verbot der Sterbehilfe oder des assistierten Suizid bis hin zu einer weitgehenden Freigabe."
Niko Fischer ·

Die Frauenhäuser in Deutschland haben nicht genug Platz - und zu wenig Geld. Deshalb demonstrieren Organisatoren und Unterstützer heute in Berlin. Dort treffen sich nämlich die Frauen- und Gleichstellungsminister der Bundesländer.

350 Frauenhäuser gibt es in Deutschland. Die Länder entscheiden selbst, wie viel Geld sie dafür ausgeben. Im schlimmsten Fall zahlt die Frau selbst - meistens etwa 30 bis 40 Euro pro Tag. Wenn Frau nicht zahlen kann, springt das Jobcenter ein. Klappt auch das nicht, zahlt das Frauenhaus aus Spendenmitteln.

​Eva Risse, Zentrale Informationsstelle der autonomen Frauenhäuser und Mitarbeiterin in einem Frauenhaus in Bonn
"Die Adresse der Frauenhäuser ist geheim - zum Schutz der Frauen. Man trifft sich an einem anderen Ort."
Niko Fischer ·

Die Nachricht "Arbeiter bei Volkswagen von Roboter getötet" hat einen Hype bei Twitter ausgelöst. Die Urangst vor einer Aggression der Maschine gegen den Menschen wurde in skurriler Weise noch forciert - und zwar von Sarah O‘ Connor, einer Journalistin der "Financial Times", die den Vorfall twitterte. Was sie nicht wusste: Sie teilt ihren Namen (fast) mit einer äußerst bekannten Filmfigur...

Michael Gessat, DRadio Wissen Netzautor
"In den Terminator-Filmen wird Sarah Connor von einem aus der Zukunft zurückgeschickten Killer-Roboter gejagt - gespielt von Arnold Schwarzenegger."
Niko Fischer ·

Yeah! Die Sonne(n) im Studio sagen DANKE und freuen sich jetzt auf den Schatten - und auf euch morgen früh. Tschö!

Marlis Schaum und die Sonnenkinder
Best of Schaum 02.07.2015