Patrick Catuz findet, dass sich Pornos und Feminismus nicht ausschließen. Im Gegenteil: In feministischen Pornos geht es weniger ums Kommen als um den Weg dahin und die pure Lust am Sex. Darüber hat Patrick Catuz ein Buch geschrieben - "Feminismus fickt".

Feminismus und Pornografie - das geht einfach nicht zusammen: Das war lange ein Glaubenssatz - festgelegt von Feministinnen wie Alice Schwarzer. Doch die Zeiten ändern sich - und Pornos auch. Eine, die das beweist, ist die schwedische Regisseurin Erika Lust. Sie dreht Pornos für Frauen und Männer, in denen nicht jeder Plot automatisch auf den Cumshot - die Ejakulation - hinausläuft.

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"Mainstream-Porno bleibt in der Schmuddelecke aber Femporn kommt allmählich sogar in Frauenmagazinen an."
Patrick Catuz über Femporn

Patrick Catuz hat bei Erika Lust am Set als Produktionsassistent gearbeitet. Dort hat er gelernt:

  1. Ein Pornodreh ist wie jeder andere Dreh auch. Es bleibt kaum Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, ob das Setting jetzt gerade an- oder abtörnend ist.
  2. Allein die Tatsache, dass eine Frau Pornos dreht, ist ein feministischer Akt. Häufig erzählen Frauen auch die Geschichte ihrer Protagonistinnen, Frauen in Pornos sind damit Subjekte und nicht nur sexuelle Objekte.
Patrick Catuz am Set eines Pornodrehs für Erika Lust
© Patrick Catuz
Patrick hat als Produktionsassistent für Erika Lust gearbeitet. Sie dreht Pornos für Frauen. Patrick über seine Zeit am Set: Es gibt so viel zu tun, da bleibt wenig Zeit zu überlegen, ob das an- oder abtörnt.

Über feministische Pornografie hat Patrick dann seine Abschlussarbeit an der Uni geschrieben und ein Buch: Feminismus fickt. Schwierig war es nicht, seine Professoren von dem Thema zu überzeugen - in den Cultural Studies sei es üblich, dass Studenten und Dozenten sich wissenschaftlich mit Popkultur beschäftigen. "Was im Porno passiert, passiert ja nicht nur im Porno", sagt Patrick Catuz. Die Idee ist tatsächlich beim gemeinsamen Bier mit Freunden entstanden, erzählt Patrick.

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