Unsere Themen: +++ Weihnachten: Der nachhaltige Baum +++ Ungleichheitsbericht: Die Kluft zwischen Arm und Reich wird größer +++ Schmerzen: Einer Familie in Italien tut nichts weh +++ Moskau: Die große Putin-Show +++ Brexit: Zufällig eine Gegenpartei ins Leben gerufen +++ EU-Gipfel: Die Kommission hat große Pläne für den Umbau der Eurozone +++

Baum, geschmückt mit Weihnachtskugeln
Weihnachtsbaum

Muss ja nicht unbedingt 'ne Tanne sein

"Nicht auch noch der Weihnachtsbaum!" - so der entsetzte Aufschrei eines Kollegen. Ja sorry, doch. Auch beim Christbaum können wir uns ein paar Gedanken zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit machen.

Fast alle Weihnachtsbäume werden mittlerweile auf landwirtschaftlichen Flächen angebaut. Der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger schätzt, dass jedes Jahr in Deutschland zwischen 23 und 25 Millionen Bäume verkauft werden – dazu kommen dann noch ein paar importierte Tannen, zum Beispiel aus Dänemark. Und mit diesen Zahlen sind wir weltweit die Nummer Eins, was Tannenbäume anbelangt.

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren  Datenschutzbestimmungen.

Für die Weihnachtsbäume gilt das gleiche wie für alle anderen landwirtschaftlichen Produkte: Sie können konventionell angebaut werden oder ökologisch nachhaltig.

Generell ist natürlich erst mal jeder Baum gut für die Umwelt, wenn er irgendwo wächst, weil er Kohlendioxid bindet – ist also gut für unsere CO2-Bilanz. Die Sache ist nur: Ein normaler Weihnachtsbaum wächst zehn Jahre, bis er gefällt wird. Rudolf Fenner von der Waldschutzorganisation Robin Wood sagt, dass er in dieser Zeit ordentlich mit Pestiziden und Dünger versorgt wird.

"Das Entscheidende ist, dass diese ganzen Gifte, die eingesetzt werden, damit die Weihnachtsbäume schön aussehen, dann auch den Boden und die Gewässer belasten."
Rudolf Fenner, Robin Wood

Deshalb findet Rudolf Fenner von Robin Wood, dass wir ökologisch angebaute Weihnachtsbäume kaufen sollten, weil da keine Pflanzengifte verwendet werden - über seine Waldschutzorganisation beispielsweise findet man eine Liste von 371 Verkaufsstellen, wo Ökoweihnachtsbäume verkauft werden. 

Im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Weihnachtsbäume in Deutschland machen die ökologisch angebauten bisher nur einen kleinen Teil aus. Aber immerhin: Die Tendenz ist steigend.

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren  Datenschutzbestimmungen.

Wer sich denkt: Warum einen Baum fällen, um ihn nach kurzer Zeit wieder auf den Kompost zu hauen? Es gibt auch noch ganz andere Alternativen

  • einen Baum im Topf kaufen, der später eingepflanzt werden kann - allerdings müsst ihr dann drauf achten, dass der anschließend auch wirklich noch wächst
  • oder einfach einen Baumersatz basteln
"Als ich mich heute durch Instagram gescrollt habe - da gibt’s eine Trilliarde Möglichkeiten, aus Holz, aus einzelnen Zweigen, dann noch Kerzen oder 'ne Lichterkette dazu. Das sah teilweise wirklich mega geil aus."
Caro Bredendiek, Deutschlandfunk Nova

Mehr zum Thema:

  • Der ist von Pappe  |   Moritz Metz bastelt einen nachhaltigen Weihnachtsbaum aus Pappe: umweltfreundlich, transportabel, bemalbar, recyclingfähig.
  • Es rieselt... Zecken  |   Mit dem Weihnachtsbaum kann auch Ungeziefer in die Wohnung kommen.
  • Alle Jahre wieder  |   Anstatt zu kaufen, könnt ihr auch ne Tanne mieten.