Plötzlich tauchen Filme wie "Fury" mit Brad Pitt im Netz auf. Dabei läuft der doch gerade erst in den Kinos. Was ist da los? Sony Picture Entertainment ist gehackt worden. Wer dahinter steckt? Vielleicht Nordkorea.

Fünf Filme, die Sony Picture Entertainment für die Kinos produziert hat, tauchen plötzlich im Netz auf. Darunter "Fury" mit Brad Pitt, der Musicalfilm "Annie", der biografische Film "Mr. Turner", das Alzheimerdrama "Still Alice" und der Film "To Write Love on Her Arms". Das sind alles Filme, die erst noch in die Kinos kommen sollen. Hinter dem Leak bei Sony stecken vermutlich Hacker, die es ins Herz der Produktionsfirma geschafft haben.

Zwangsurlaub nach Hackerangriff

Schon vergangenen Montag haben Hacker den kompletten Firmenbetrieb bei Sony Picture Entertainment lahm gelegt. Angeblich ist es ihnen gelungen, den Betrieb in den Unternehmen komplett auszuhebeln - und zwar so sehr, dass die Mitarbeiter vorerst nach Hause geschickt worden sind - aus Sicherheitsgründen. Das Unternehmen wollte zuerst die Rechner prüfen.

Mach euch bloß nicht lustig über Nordkorea

Aus gut informierten Quellen heißt es jetzt, Nordkorea habe eine Verbindung zu dem Hackerangriff. Einen - recht skurrilen - Anlass dafür gibt es: Sony Picture Entertainment hat nämlich einen neuen Film rausgebracht, der in Nordkorea spielt. Eine Komödie, in der zwei Journalisten, eine der raren Interview-Gelegenheiten mit dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong-Un haben. Die CIA will diese Gelegenheit für ein Attentat nutzen. Das nordkoreanische Regime findet das gar nicht lustig und hat schon Drohungen in Richtung USA geschickt.

"Für den Fall, dass der Film in die Kinos kommt, hat Nordkorea ja allen Ernstes mit gnadenloser Vergeltung gegenüber den USA und anderen Nationen gedroht."
Michael Gessat, DRadio-Wissen-Netzautor

Obwohl Nordkorea über eigene Cyber-War-Einheiten verfügt, soll die Hackerattacke auf Sony Pictures aus China kommen. Es wird sogar gemunkelt, dass Sony-Mitarbeiter die Hacker unterstützt haben.