Während der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen sind die Spiele live und kostenlos im TV zu sehen. Abseits der WM aber lassen deutsche Medien im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern Fußball links liegen, wenn Frauen am Ball sind. Warum ist das so?

Am Freitag startet die Fußball-WM der Frauen in Frankreich. Während der Weltmeisterschaft ist es einfach, die Partien der Frauen am Bildschirm zu verfolgen, denn ARD und ZDF übertragen alle 52 Spiele des Turniers live oder im Stream.

Fußball von Frauen: Wenig Berichterstattung, wenig Interesse

Wenn keine WM stattfindet, ist das anders: Während der Saison Spiele der Frauen-Bundesliga oder die Champions League live zu sehen, ist nicht so einfach. Auch das ist ein Grund, warum sich hierzulande viel weniger Menschen für Fußball der Frauen als für den der Männer interessieren.

In anderen WM-Teilnehmerländern ist das anders. Dort kommt der Sport sehr gut an, wenn Frauen auf dem Platz stehen. Warum deutsche Medien den Fußball der Frauen verstecken und wo Fußball-Fans die Spiele dennoch sehen können, verraten wir in dieser Ausgabe von Eine Stunde was mit Medien.

Facebook liest mit, welche Nachrichten wir konsumieren

Eine Analyse von 130 deutschen Nachrichtenwebseiten zeigt: Sie alle haben einen Tracker von Facebook eingebaut. Das heißt: Facebook kann ein Profil über das Lese-Verhalten auf unterschiedlichen Nachrichtenwebseiten erstellen.

Getrackt werden somit nicht nur Facebook-Nutzer, sondern auch Leser, die gar nicht bei Facebook angemeldet sind. In Sachen Datenschutz ist dies heikel. Vor allem werden die Nutzer nur mangelhaft darauf hingewiesen, sagt der Journalist Matthias Eberl, der die Analyse durchgeführt hat. Mit Daniel Fiene und Herrn Pähler spricht er über die Ergebnisse seiner Untersuchung.

"Geschäftskunden von Facebook versichern, dass sie vor der Einbindung der Tracker eine Einwilligung der Nutzer eingeholt haben. Doch auf keiner der über 130 untersuchten Nachrichtenseiten konnte ich eine solche Einwilligungslösung finden."
Matthias Eberl, Journalist

"Eine Stunde Was mit Medien" gibt es auch als Podcast. Abonniert die Sendung via iTunes oder RSS-Feed. Auch nach der Sendung könnt ihr mit uns direkt und mit unseren Moderatoren Daniel Fiene und Herrn Pähler über Twitter kommunizieren. Ein Protokoll der Sendung gibt es auch per Newsletter.