Die tiefste Dankbarkeit empfinden wir für Menschen, die da waren, wenn es für uns mal schwer war. Für Momente, die hart waren - die uns aber auch zu dem gemacht haben, was wir heute sind. Sandra ist dankbar, dass sie an der Seite ihres Vaters sein konnte, als dieser zuhause starb. Berit und Arkadius sind dankbar für drei Jahre, in denen sie sich lieben durften - trotz einer schweren Krankheit. Zwei Geschichten über Lieben und Sterben - in der Einhundert mit Paulus Müller.

Berit und Arkadius
© privat
Arkadius und Berit

"Das ist jetzt unser letzter Sonnenuntergang"

Berit und Arkadius sind gerade frisch verliebt. Doch kurz vor dem zweiten Date bekommt Arkadius eine schlechte Diagnose: Er hat Darmkrebs - mit 37. Berit ist sich sofort sicher: Sie will das nicht aufgeben, was da mit Arkadius gerade anfängt. Drei Jahre lang kämpfen sie gemeinsam gegen den Krebs. Es ist ein Auf und Ab zwischen Hoffnung und Mutlosigkeit, Freude und Trauer. Nur ihre Liebe, die ist immer da.

"Ich bin super dankbar für das, was ich erlebt habe. Ich möchte es nicht noch mal durchmachen. Aber es war wunderschön."
Berit über die drei Jahre, die sie mit Arkadius gegen den Darmkrebs gekämpft hat

Einhundert-Autorin Johanna Bowman war eine Bekannte von Arkadius und sie war auch später bei seiner Trauerfeier. Die hatte Arkadius vor seinem Tod selbst organisiert. Er wollte, dass seine Gäste dort weinen - aber auch lachen. Und genauso war es dann auch, sagt Johanna. Und am Ende der Trauerfeier lief dann das Lied "Always Look On The Bright Side Of Life" von Monty Python. Für Johanna war es eine wunderschöne Feier - sofern man das bei so einem Anlass sagen kann.