Eine App, bei der man das Handy schütteln muss, um ein Selfie machen zu können. Oder ein umgekehrter Werbe-Blocker, der online alle Inhalte blockt und nur noch die Werbung zeigt. Alles unnützer Kram? Ja, genau darum geht es beim "Stupid Hackathon". In Deutschland noch eher unbekannt, in Kanada jedoch nicht.

Einfach nur hacken. Weder um Daten abzugreifen, noch um Sicherheitslücken zu finden. Sondern unnützes Hacken und Experimentieren. Darum geht es Paul, Taylor und Marc-André. Sie machen mit beim "Stupid Hackathon" im "Foulab" in Montreal in Kanada.

"Bei uns geht es darum, etwas Nutzloses zu erschaffen, das Spaß macht."
Paul macht mit beim Hackathon

Jede Woche treffen sich die Hacker, um über Ideen und Visionen der digitalen Gesellschaft zu diskutieren. Es geht ihnen nicht darum, Lösungen zu schaffen, die vermarktbar sind und viel Geld bringen. Es geht um Originalität, um nutzlose Originalität.

Immer mal wieder organisieren sie auch einen "Stupid Hackathon". Die Dauer ist offen. Manchmal sitzen sie den ganzen Tag und die Nacht zusammen, um herumzutüfteln. Alle sind willkommen mitzumachen und es gilt: Es gibt keinen Müll, nur brauchbares Gerümpel. Außerdem gilt: Alle dürfen Ideen äußern - je sinnloser, desto besser.

"Das sieht wie Zeitverschwendung aus, aber darum geht es doch! Wenn man alles nur aus einem bestimmten Grund macht, dann weiß man nicht, wie sich Spaß anfühlt."
Der Hacker Paul über "Stupid Hackathon"

Das Hacken verbindet sich hier mit dem Experimentieren. Einmal stand am Ende eines "Stupid Hackathons" ein aus Mett geformtes Gesicht, in dessen Augenhöhlen LED-Lampen blinkten. Paul erzählt von einer App, bei der man das Handy schütteln musste, um ein Foto von sich selber machen zu können.