Vor 69 Jahren wurde die UNO gegründet. Seitdem hat sich an den Strukturen wenig verändert. Kein Wunder: Wo viele unterschiedliche Interessen aufeinander stoßen, fallen Reformen schwer. Dabei könnten die Vereinten Nationen mehr Demokratie und Fairness vertragen.

Eine Redaktionskonferenz mit Verena von Keitz.

Strand in türkisfarbenem Wasser
© dpa
Vanuatu

Uno, rettet das Paradies!

Katharina Lütkehermöller ist weder Diplomatin noch hochrangige Politikerin. Trotzdem war sie für einen Staat bei der Uno - mit allen Rechten.

Es gibt einige Länder auf der Welt, die so klein und finanziell schwach sind, dass sie es sich nicht leisten können, vier Vertreter ihres Landes zu den Vereinten Nationen zu schicken. Deshalb gibt es Menschen, die das freiwillig machen - sie vertreten die Interessen eines Landes bei der Uno.

Katharina Lütkehermöller hat genau so etwas gemacht. Sie war vier Monate lang im Auftrag des pazifischen Inselstaates Vanuatu bei der Uno und hat dort die Interessen des Landes vertreten. Einen Unterschied zu einem ständigen Vertreter aus Vanuatu gab es nicht. Sie hat bei Resolutionen abgestimmt, Reden für den Botschafter geschrieben und Treffen zwischen Staatsvertretern organisiert.

Urlaubsparadies for free

Für den Inselstaat Vanuatu ist der Klimawandel das wichtigste Thema. Denn steigt der Meeresspiegel weiter an, könnte das Land in 60 bis 100 Jahren im Meer versinken. Andere Inselstaaten haben dasselbe Problem. Katharina hat eine Zusammenkunft der betroffenen Länder organisiert.

Für ihre Arbeit hat sie kein Geld bekommen - dafür kann sie jederzeit nach Vanuatu reisen und dort kostenlos Urlaub machen.