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Meghan und Harry lachen
© imago images / i Images
Bye bye, Königshaus

Wie sich Meghan und Harry jetzt finanzieren

Die royalen Pflichten über Bord werfen, eigenes Geld verdienen: Harry und Meghan haben angekündigt, sich aus der königlichen Familie zurückzuziehen. Doch was heißt "finanzielle Unabhängigkeit" für einen Prinzen? Wir schauen auf die Einnahmen im Hause Sussex.

Auf ihrem Instagram-Account sussexroyal haben Harry und Meghan bekannt gegeben, dass sie eine Veränderung anstreben: Ihre royalen Pflichten wollen sie weitgehend abgeben. Sie planen außerdem, ihr eigenes Geld zu verdienen. Königin Elizabeth II. möchten sie natürlich weiterhin nach Kräften unterstützen. Nur ihr Leben soll sich nicht mehr nur um Palast und Krone drehen.

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Doch woher kommt überhaupt das Geld, von dem Harry und Meghan bislang leben? Zum einen aus dem sogenannten "Sovereign Grant", sagt unser Reporter Johannes Döbbelt. Über diesen Topf bekommen auch die anderen Royals Geld. Mit dem Sovereign Grant unterstützt das britische Parlament das Königshaus. Das Geld hierfür kommt unter anderem aus der Verwaltung von ehemaligen royalen Besitztümern, also etwa Ackerflächen oder Wäldern, aber auch aus Immobiliengeschäften.

"Bislang war es ihnen als Mitglied der königlichen Familie verboten, auch nur irgendeine Art von Einkommen zu erwirtschaften. Trotzdem waren sie natürlich nicht arm."
Johannes Döbbelt, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Harry und Meghan sagen, mit diesem Sovereign Grant hätten sie fünf Prozent ihrer offiziellen Ausgaben beglichen, also für ihr Büro, für Personal, aber nicht für Privates. Auf dieses Geld wollen die beiden künftig verzichten. "Was mit den restlichen 95 Prozent des Geldes für ihre offiziellen Ausgaben jetzt sein wird, dazu sagen sie noch nichts", so Johannes Döbbelt.

"Das meiste Geld bekommt Harry im Moment von Prinz Charles, also von seinem Vater."
Johannes Döbbelt, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Harry wird finanziell hauptsächlich von seinem Vater unterstützt. Charles als "Duke of Cornwall" besitzt gleichzeitig ein milliardenschweres Unternehmen, das Ländereien und Immobilien verwaltet. Aus diesem Vermögen hat er im vergangenen Jahr umgerechnet 5,7 Millionen Euro an seine beiden Söhne überwiesen. Wie genau das Geld zwischen Harry und William aufgeteilt wurde, ist nicht bekannt.

Frogmore Cottage war ein Geschenk der Queen

Das Wohnhaus von Harry und Meghan, Frogmore Cottage, liegt im Park von Windsor Castle. In das schicke Anwesen sind sie vor Kurzem gezogen. Brisant an der Sache: Das Wohnhaus wurde umfangreich und luxuriös renoviert, für umgerechnet 2,8 Millionen Euro. "Das Geld haben aber nicht die Royals, sondern der britische Steuerzahler gezahlt", sagt Johannes Döbbelt. Schon damals gab es Kritik an den hohen Kosten. Und nun könnte die Kritik erneut aufflammen, weil Harry und Meghan angegeben haben, dass sie zeitweise in Übersee leben wollen.

Auf dem Konto der beiden Royals sieht es aber vermutlich so gut aus, dass sie sich über ein paar Millionen keine Gedanken machen müssen: Harry und auch sein Bruder William haben von ihrer Mutter Diana nach deren Tod jeweils millionenschwere Fonds geerbt, nach Angaben der Daily Mail wird der Wert auf umgerechnet 24 Millionen Euro geschätzt.

Meghan hat als Schauspielerin Millionen verdient

Auch Meghan hat als Schauspielerin und mit ihrem ehemaligen Lifestyle-Blog viel Geld verdient. Allein ihre Rolle als Rachel Zane in der Serie "Suits" soll ihr jedes Jahr geschätzt knapp 400.000 Euro eingebracht haben. Vielleicht kehrt sie bald ins Schauspielgeschäft zurück?

"Ähnlich wie Barack und Michelle Obama könnten Harry und Meghan als Speaker, also hoch bezahlte Vortragsredner, ein Vermögen machen."
Johannes Döbbelt, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Britische Medien rechnen jedenfalls schon jetzt durch, womit das Paar künftig am meisten Geld verdienen könnte: Als Redner beispielsweise, über Merchandise oder mit Büchern wäre sicherlich etwas zu machen. Als "Duke und Duchess of Sussex" haben sich Harry und Meghan jedenfalls den Namen "Sussex Royal" markenrechtlich schützen lassen - für T-Shirts, Schuhe, Mäntel, Jacken, Zeitschriften und einiges mehr.