Der Urknall ist rund 13,8 Milliarden Jahre her. Er markiert, der Theorie nach, die Geburtsstunde des Universums. Nun haben Forscher Mikrowellen am Südpol gemessen, die die Urknalltheorie untermauern. Den Urknall kann man nicht mit einer explodierenden Bombe vergleichen. Vielmehr bläht sich das Universum überall zugleich auf, so beschreiben Kosmologen die Geburt der Welt. Auch der Vergleich mit einem Ballon, den man aufpustet und der in einen Raum hineinwächst, führt nicht weiter. Es gibt keinen Raum drumherum, das All hat keine Hülle, somit also keine fest definierbare Grenze. Der Raum entsteht aus sich selbst. Ganz anders also, als die Gesetzmäßigkeiten, die wir aus unserem Alltag kennen: Daher fällt es uns schwer, uns ein Bild davon zu machen.

Eine Redaktionskonferenz mit Kaline Thyroff.

Die Entwicklung des Universums
Universum

Das Nachleuchten des Urknalls

Stefan Fliescher hat seine Promotion schon in der Tasche. Jetzt ist er Teil eines Forscherteams der Universitäten Harvard, Stanford, Minnesota, CalTec und der Nasa, das jetzt den großen Forschungserfolg feiert.

Fliescher ist Kosmologe und erforscht die kosmische Hintergrundstrahlung, vereinfacht gesagt: das Nachleuchten des Urknalls. Direkt von der Technischen Hochschule Aachen zog es den Studierenden an die Universität von Minnesota.

Inflationstheorie und Gravitationswellen

Ein indirekter Nachweis von Gravitationswellen gelang Russell Hulse und Joseph Taylor von der Princeton University. Die beiden Physiker konnten durch mehrjährige Beobachtung des 1974 entdeckten Doppelpulsars PSR 1913+16 nachweisen, dass die Umlaufbahnen dieses Systems einander umkreisender Massen im Laufe der Zeit immer enger werden und somit Energie verlieren. Die beobachteten Energieverluste entsprachen dabei der erwarteten Strahlung durch Gravitationswellen. Hulse und Taylor wurden für ihre Entdeckung 1993 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.

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