In diesem Jahr sind bereits annähernd 900 Menschen von Polizisten in den USA erschossen worden. Hautfarbe und Herkunft der Getöteten spielen dabei oft eine Rolle. Wir erzählen euch die Geschichte von Korryn Gaines. Bis heute ist nicht klar, warum sie erschossen wurde. Ein Reporter hat für uns Copwatch-Aktivisten begleitet - also Menschen, die die Polizei permanent filmen, um später vor Gericht auch den Blick der Opfer und Passanten zu zeigen. Deon Joseph gehört eher in die Kategorie "Good Cop". Er kümmert sich vor allem um Arme und Obdachlose in Skid Row in Los Angeles. Schließlich erzählen wir die Geschichte von Samaria Rice, die ihren 12-jährigen Sohn verloren hat, weil er von Polizisten erschossen wurde.

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren  Datenschutzbestimmungen.

Vor einigen Wochen haben wir uns schon einmal mit Rassismus in den USA beschäftigt. Rebekka Endler hat uns die Geschichte von Stephen Dooley und seiner Familie erzählt. Die Dooleys sind eine Patchwork-Familie. Sie haben zwei weiße und zwei schwarze Kinder. Stephen Dooley ist Polizist. Er und seine Frau haben eine besondere Sicht auf die Berichte über Polizeigewalt in den USA.

Polizisten in Baltimore vor einer Absperrung
© imago | ZUMA Press
Korryn Gaines Tod

"Nichts von dem ganzen Scheiß ist nötig!"

Korryn Gaines war Mutter von zwei Kindern. Sie lebte in einem Vorort von Baltimore mit vorwiegend schwarzer Bevölkerung. Sie wurde 23 Jahre alt. Am Anfang der Geschichte ihres Todes steht eine Verkehrskontrolle. Reporterin Anke van de Weyer fragt sich, wie schrecklich Korryns Erfahrungen mit der Polizei gewesen sein müssen, dass sie sich so sehr gegen die Polizisten wehrt, die sie auffordern auszusteigen.

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren  Datenschutzbestimmungen.

Als DRadio-Wissen-Reporterin Anke van de Weyer angefangen hat, über den Fall von Korryn Gaines zu recherchieren, war sie sich sicher: Es gibt ganz klar eine gute und eine schlechte Seite in dieser Geschichte. Aber je mehr sie über den Fall erfahren hat, desto mehr Zweifel sind ihr gekommen. Wer hat Recht? Wer ist Schuld? Am Ende ist die Geschichte für sie immer noch ein dickes, verknotetes Wollknäuel, das sich nicht mehr entwirren lässt. Für Anke ist klar, auch wenn es keine eindeutige Antwort gibt: Mit dem Fragen sollten wir nicht aufhören.