In der Einhundert mit Stephan Beuting hört ihr drei Geschichten aus dem Zoo: Tierarzt Amir Khalil will einen Löwen und eine Bärin aus Mossul im Irak retten. Der Gorilla M'Pungu wird 1876 in Berlin als Attraktion vermarktet. Und Anja Rützel entdeckt im Ameisenbären Ernst-Einar einen Seelenverwandten.

Anja Rützel mit Ameisenbäre Ernst-Einar
© Anja Rützel
Anja Rützel und Ernst-Einar

"Meine einseitige Seelenverwandschaft zum Ameisenbär"

"Extrem verhutzelt und ein bisschen wie ein Alien", so sieht der neugeborene Ameisenbär Ernst-Einar aus. Die Journalistin Anja Rützel ist begeistert. Für eine Kolumne besucht sie ihn alle zwei Wochen - das eigentlich eher ein Anti-Zoo-Tier ist. Am liebsten schläft er und versteckt sich vor den Besuchern. Warum Ernst-Einar sie nicht loslässt, erzählt sie im Interview.

"Der Ameisenbär ist nicht das Tier der Selbstoptimierung"

Im Vorgespräch zum Interview hat Anja Rützel uns noch mehr über Ameisenbären erzählt. Sie sind nämlich auch gemütlich, was ihr Paarungsverhalten angeht: Viele leben mit einem festen Partner, Lust aufs Paaren haben sie aber kaum. Anders bei Ernst-Einar, der hat mit seiner Partnerin schon viele Junge gezeugt. Aktuell gibt es allerdings einen Zuchtstopp im Zoo des Ameisenbären - und so lebt Ernst-Einar kurzfristig getrennt von seiner Gefährtin. In ihrem gerade erschienen Buch Saturday Night Biber gibt es noch mehr Tiergeschichten.