Wer einmal abhängig ist von Alkohol, für den ist es extrem schwer, mit dem Trinken aufzuhören. 

Im Gehirn von Alkoholikern lösen bestimmte Zellen ein sehr starkes Verlangen nach dem Stoff aus. Forscher aus den USA haben es geschafft, bei alkoholabhängigen Ratten diese Zellen wie mit einem Licht-Schalter an und aus zu schalten. Dafür pflanzten sie den Tieren Laser-Sonden in einen Bereich der Amygdala, wo diese Zellen sitzen. Dann begannen sie, den Ratten täglich mehr Alkohol zu geben - bis die Nager abhängig waren. Wenn man ihnen nun den Alkohol entzog, dann zeigten Hirnscans, dass die Sucht-Zellen in der Amygdala aktiv wurden. Als die Forscher daraufhin die Laser-Sonden anschalteten, verstummten die Zellen und die Ratten zeigten keine psychischen und kaum noch körperliche Anzeichen von Sucht: Sie konnten sogar ohne Probleme kleinere Mengen Alkohol zu sich nehmen. Schalteten die Forscher die Sonden wieder ab, hatten die Ratten auch sofort wieder Entzugserscheinungen.

Die Wissenschaftler sagen, dass ihre Methode noch weit entfernt ist von einer Anwendung beim Menschen. Aber sie hoffen, dass die Erkenntnisse helfen können zu verstehen, wie Sucht im Hirn entsteht.