Der Schutz eines großen Korallenriffs ist wichtiger als die Suche nach Erdöl.

So sieht es die brasilianische Umweltbehörde und erlaubt deshalb dem französischen Energiekonzern Total keine Bohrungen in der Amazonas-Mündung. Die Behörde sieht technische Probleme. Vor allem der von Total vorgelegte Notfallplan reiche nicht. Bei einem Ölunfall könnte das Korallenriff in dem Gebiet in Gefahr sein und damit auch die Artenvielfalt.

Die Entscheidung ist ein Erfolg für Wissenschaftler und Umweltschützer. Unter anderem Greenpace hatte darauf hingewiesen, dass das Riff deutlich größer ist als bisher angenommen und in das Gebiet hereinragt, in dem die Erdölbohrungen geplant waren. Das Riff ist eins der größten weltweit und gilt auch als Rückzugsraum für Fische, die vor der brasilianischen Küste sehr selten geworden sind.