Wer krank ist, bleibt draußen.

So läuft das zumindest bei Schwarzen Wegameisen. Forscher aus Österreich und der Schweiz haben in einem Experiment festgestellt, dass Ameisen ihr Sozialverhalten ändern, wenn sie krank sind. Dafür haben sie einige Arbeiterameisen, die hauptsächlich außerhalb des Nests unterwegs sind, gezielt mit einem Pilz infiziert. Dabei stellte sich heraus, dass alle Ameisen die Infektion schnell bemerkten und sich daraufhin anders verhielten, um eine Ausbreitung zu verhindern: Die Arbeiterameisen blieben unter sich und schützten dadurch auch die jungen Ameisen im Nest. Und auch die vermieden gezielt den Kontakt mit Arbeiterameisen.

In der Folge wurden die Königinnen und die jungen Ameisen besonders geschützt, Todesfälle gab es nur unter den Arbeiterameisen. Aber selbst die verteilten die Krankheitserreger unter sich so, dass nur wenige Ameisen schlimm krank wurden. Für die anderen war es offenbar sogar gut, ein paar Krankheitserreger abzubekommen - weil die das Immunsystem stärken können.