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In der Antarktis ist in den letzten Jahrzehnten viel Eis weggeschmolzen - aber die schwimmenden Eisplatten sind mehr geworden.

Das hat ein internationales Wissenschafts-Team beobachtet. Schelfeis sind schwimmende Eisstücke, die mit dem Inlandeis verbunden sind. Sie haben die wichtige Aufgabe zu verhindern, dass Inlandeis unkontrolliert in den Ozean driftet.

Die Forschenden haben mit Hilfe von historischen Satellitenmessungen sowie Ozean- und Atmosphärenaufzeichnungen einen Abschnitt der östlichen antarktischen Halbinsel untersucht. Dabei erkannten sie, dass in den letzten Jahren etwa 85 Prozent Schelfeis dazu gekommen ist. Das liegt laut den Forschenden an einer Veränderung der regionalen Windmuster über dem Weddellmeer, die das Meereis gegen die Schelfe drückt.

Die Forschenden warnen in ihrer Studie aber, dass diese Winde auch schnell wieder drehen können. Dann würde das Eis in der Antarktis vermutlich noch schneller schmelzen.