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Für viele Arbeiterinnen und Arbeiter in der Textilindustrie bedeutet die Corona-Krise eine deutliche Verschlechterung ihrer Rechte.

Das zeigt eine Studie aus Großbritannien, in der Forschende mehr als 1000 Beschäftigte aus Textilfabriken in Äthiopien, Indien, Myanmar und Honduras befragt haben. Demnach berichtet eine Mehrheit der Befragten, dass ihre Arbeits-Bedingungen und ihre Rechte seit Beginn der Krise schlechter wurden. Über ein Drittel berichten von Einschüchterungen, Schlägen und Beschimpfungen. Viele der Beschäftigten haben ihre Arbeit verloren, weil große Klamottenhersteller Bestellungen storniert oder nicht bezahlt haben. Diese Arbeiterinnen und Arbeiter mussten sich einen neuen Job suchen, für die meisten bedeutete das weniger Geld, fast 70 Prozent haben demnach keinen Arbeitsvertrag mehr.

Die Forschenden sehen ein erhöhtes Risiko für Zwangsarbeit, weil die Betroffenen oft gezwungen sind, bei ihren Arbeitgebern Schulden zu machen, um über die Runden zu kommen. Die Forschenden verlangen, dass die großen Modeketten mehr Verantwortung übernehmen für die Beschäftigten in ihren Lieferketten.

Die Studie wird nächste Woche bei einer Diskussionsveranstaltung vorgestellt.