Heute ist der Internationale Tag für Biodiversität.

Mit dem Thema biologische Vielfalt beschäftigen sich auch Forschende der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Sie warnen in einem Diskussionspapier davor, dass weltweit das Artensterben voranschreitet.

Die Forschenden schreiben, dass viele Ökosysteme durch menschlichen Einfluss zerstört werden, unter anderem durch die Umwandlung von Wald in Ackerland, durch Überdüngung, den Einsatz von Pestiziden, Überfischung und den Klimawandel.

Auch der Fleischkonsum ist demnach eine bedeutende Ursache für den Rückgang der Artenvielfalt. Das kommt unter anderem daher, dass Deutschland und andere EU-Länder Rinder und Schweine auch mit Soja-Futtermitteln aus Südamerika füttern. Dort werden für den Anbau Soja Millionen von Hektar artenreicher Tropenwald gerodet. Um das Artensterben zu einzudämmen, fordern die Forschenden unter anderem eine umweltfreundliche Landwirtschaft, mehr Naturschutz-Gebiete und höhere Preise für Fleisch und Milchprodukte. Sie sollen die Umwelt- und Klimakosten einer Ware stärker widerspiegeln.