In Frankreich ist in der Nacht zum Dienstag das älteste Atomkraftwerk, nämlich das in Fessenheim in der Nähe der deutschen Grenze, endgültig runtergefahren worden.

Das Atomkraftwerk unweit von Freiburg im Breisgau war mehr als 40 Jahre in Betrieb. Mit der Abschaltung macht Frankreich, was Kritikerinnen und Kritiker aus Politik und Umweltschutz in der Schweiz und in Deutschland jahrelang gefordert haben.

Beide Nachbarländer waren besorgt, weil es in dem Reaktor häufiger Störfälle gab. Außerdem steht das Kernkraftwerk am Oberrhein an einer Stelle, an der das Erdbebenrisiko erhöht ist.

Fessenheim sollte eigentlich schon vor vier Jahren abgeschaltet werden. Frankreichs damaliger Präsident, Francois Hollande, hatte seine Zusage aber nicht eingehalten.