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Tagsüber ziehen Bäume aus Sonnenlicht und Luft, was sie brauchen und nachts, da wachsen sie.

Das berichtet die Schweizer Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft. In der Studie heißt es: Bäume bilden vor allem im Dunkeln neue Zellen, weil die Luft dann meistens feuchter ist. Das machen sie fest an jahrelangen Messungen von 170 Bäumen an verschiedenen Orten in der Schweiz. Im Forschungsnetzwerk TreeNet wurde dokumentiert, wie viel die Baumstämme pro Stunde dicker werden. Und auch Luftfeuchtigkeit und Wasser im Boden wurden mit erhoben.

Aus den Daten lesen die Forschenden heraus, dass die Luftfeuchtigkeit entscheidend für das Wachstum ist, nicht die Kohlenhydrate oder das Wasser im Boden. Das liegt ihnen zufolge daran, dass der Baum bei trockener Luft mehr Wasser über die Blätter oder Nadeln abgibt, als er über die Wurzeln aufnehmen kann. Dann kann er zeitweise auch nicht mehr wachsen. Insgesamt wuchsen die Bäume in der Untersuchung nach Mitternacht besonders stark.