Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass der Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus die Tat eines Einzelnen war.

Eine Sprecherin sagte, dass es bisher keine Hinweise gibt, dass der festgenommene Verdächtige Komplizen hatte. Gegen den 28-Jährigen liegt jetzt ein Haftbefehl vor. Noch nicht weiter sind die Behörden bei der Frage, um welchen Sprengstoff es sich handelte und wo er herkam. Laut Bundesanwaltschaft ist eine Untersuchung schwierig, weil von dem Sprengstoff nichts übrig geblieben ist. Deswegen müssen sich die Ermittler auf Bodenproben konzentrieren.

Der Verdächtige war in Baden-Württemberg gefasst worden. Er soll den Sprengsatz in der Nähe des Mannschaftsbusses gezündet haben, damit die BVB-Aktie an Wert verliert. Davon hätte der Verdächtige offenbar profitiert. Ein Bekennerschreiben am Tatort sollte den Verdacht auf die Islamistenszene lenken. Dem Festgenommenen wird jetzt versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Der Mann mit deutscher und russischer Staatsbürgerschaft hatte sich laut den Ermittlungen kurz vor dem Anschlag ein Zimmer im BVB-Mannschaftshotel genommen - mit Blick auf den späteren Ort des Anschlags.

Bei dem Anschlag letzte Woche waren drei Sprengsätze am Mannschaftsbus des BVB hochgegangen. Der Spieler Marc Bartra und ein Polizist wurden verletzt.