Als Reaktion auf die wochenlangen Proteste hat Chiles Präsident Sebastian Piñera härtere Strafen für Vandalismus und mehr Überwachung angekündigt.

Piñera sagte, er werde dem Parlament entsprechende Gesetzesentwürfe vorlegen. Härtere Strafen sollen unter anderem für Plünderungen und vermummte Randalierer gelten. Außerdem ist mehr Luftüberwachung geplant und die Nachrichtendienste sollen mehr Befugnisse bekommen. Details zu den einzelnen Vorhaben nannte Piñera noch nicht.

Vor rund anderthalb Wochen war in Chile der landesweite Ausnahmezustand aufgehoben worden, den die Regierung wegen der Massenproteste verhängt hatte. Meist blieben die Proteste friedlich, zum Teil schlugen sie aber auch in Gewalt um. Die Uno geht Vorwürfen nach, wonach die Polizei während der Demos Menschenrechtsverletzungen begangen hat. Etwa 10.000 Menschen wurden im Zuge der Proteste verhaftet, mindestens 20 Menschen kamen ums Leben. Die Demonstrierenden fordern mehr soziale Gleichheit und sinkende Lebenshaltungskosten. Die chilenische Regierung wurde inzwischen umgebildet und unter anderem ein höherer Mindestlohn beschlossen.