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Nach einer Corona-Infektion leidet ein Teil der Menschen anschließend an Spätfolgen.

Eine davon kann das chronische Erschöpfungssyndrom sein - eine langfristige, starke körperliche Schwäche. Eine Studie der Berliner Charité und der Uniklinik Schleswig-Holstein kommt zu dem Schluss, dass deutlich mehr Menschen nach einer Corona-Infektion am Erschöpfungssyndrom leiden als Menschen ohne eine Virusinfektion - nämlich 19 Prozent im Vergleich zu acht Prozent. Besonders jüngere Frauen zwischen 18 und 24 Jahren waren betroffen.

Neben der chronischen Erschöpfung treten als Corona-Spätfolge auch kognitive Störungen auf, wie Gedächtnis- und Konzentrationsschwierigkeiten, vor allem bei Männern ab 55 Jahren.

Als nächstes wollen die Forschenden untersuchen, ob die Corona-Folgen mit der Zeit verschwinden - beim Erschöpfungssyndrom gebe es darauf erste Hinweise.

Für die Studie wurden Daten von rund 1000 Menschen ausgewertet, deren Corona-Erkrankung mindestens sechs Monate her war. Laut den Forschenden gab es bisher keine zuverlässigen Zahlen zu häufigen Spät- und Langzeitfolgen von Corona.