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Immerhin ist die Luft besser.

Das dachten vielleicht viele in den Städten, beim ersten Corona-Lockdown im letzten Frühjahr. Eine neue Studie kommt jetzt zu dem Ergebnis, dass dieser Effekt des Lockdowns geringer war als gedacht.

Ein internationales Forschungsteams hat die Luftwerte in elf Großsstädten noch mal untersucht, darunter Peking, New York und Berlin. Die Forschenden rechneten dabei den Einfluss des Wetters und der Jahreszeit heraus. Danach sank zwar in allen Städten der Stickstoffdioxidgehalt der Luft, die Ozon-Konzentration stieg aber an. Beim Anteil von Feinstaub waren die Ergebnisse unterschiedlich: Er sank in neun Städten, in London und Paris stieg er.

Nach Ansicht der Forschenden war der Lockdown eine gute Möglichkeit, die Wirkung etwa von verkehrsberuhigenden Maßnahmen zu untersuchen. Sie sagen, dass für eine bessere Luftqualität nicht nur die Emissionen gesenkt, sondern auch Wechselwirkungen zum Beispiel mit Temperaturen und Wetterlagen berücksichtigt werden müssen.

Luftverschmutzung gilt weltweit als größte Umweltgefahr für die Gesundheit. Die Weltbank schätzt die weltweiten Kosten durch dreckige Luft auf drei Billionen Dollar pro Jahr.