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Die Venus ist unser Nachbarplanet und es wird oft vermutet, dass er früher ähnlich wie die Erde war - also ein mildes Klima hatte und vielleicht sogar Ozeane.

Ein Astronomie-Team unter Leitung der Uni Genf hat das frühere Klima der Venus simuliert und kommt zu dem Schluss, dass die Venus wohl doch nicht so lebensfreundlich wie die Erde war. Stattdessen war die Oberfläche des Planeten wohl auch in frühen Zeiten viel zu heiß für flüssiges Wasser und es gab stattdessen eher sehr heißen Wasserdampf. Die Forschenden sprechen von einem "gigantischen Dampfkochtopf". Die Sonne war damals zwar schwächer als heute, aber ihre Strahlung heizte die Venus trotzdem stark auf. Denn: Es gab eine dichte Wolkendecke und dadurch keine Chance auf Abkühlung.

Die Forschenden sagen, dass es auf der Erde ähnlich hätte laufen können. Nämlich dann, wenn die Erde etwas näher an der Sonne wäre oder die Sonne früher ein bisschen mehr Leuchtkraft besessen hätte. Auf der Erde ermöglichte die schwache Sonne es, dass Wasserdampf aus der Atmosphäre auskondensieren und zu flüssigem Wasser werden konnte.

Ob es auf der Venus tatsächlich nie flüssiges Wasser und Meere gab, könnten schon bald Raumsonden vor Ort klären. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa plant zwei Venus-Missionen und die europäische Esa plant auch eine.