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Wenn bei Twitter mehr über Depressionen und Schizophrenie gepostet wird, suchen mehr Menschen psychiatrische Hilfe.

Das ist das Ergebnis einer britischen Studie, die in den Scientific Reports veröffentlicht wurde. Untersucht wurden Daten aus den Jahren 2010 bis 2014. Dabei zeigte sich, dass an den Tagen, an denen die Schlüsselwörter "Depression" oder "Schizophrenie" häufiger bei Twitter auftauchten als normalerweise, auch die Hilfegesuche bei zwei wichtigen Anlaufstellen anstiegen: um 5 bis 15 Prozent.

Ob das daran liegt, dass Tweets zum Thema Depression depressiv machen oder daran, dass Menschen ihre eigenen Symptome ernster nehmen, können die Forschenden nicht sagen. Sie hoffen aber, dass weitere Untersuchungen dabei helfen können, vorherzusagen, wann mehr Menschen über psychische Probleme klagen und welche Personengruppen betroffen sind.

Schon frühere Studien haben gezeigt, dass durch öffentliche Diskussionen über psychische Krankheiten die Zahl der gemeldeten Krankheitsfälle stieg. Der Einfluss der sozialen Medien wurde bisher aber kaum untersucht.