Die EU-Kommission plant offenbar, die Entschädigungsansprüche von Bahnkunden einzuschränken.

Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Demzufolge will die EU-Kommission für Zugverspätungen und Ausfälle auch eine Klausel zu höherer Gewalt einführen. Damit wären Bahnunternehmen dann von Schadensersatzansprüchen befreit, wenn Verspätungen durch das Wetter oder durch Naturkatastrophen verursacht sind. Bislang muss die Bahn auch in diesen Fällen Kunden entschädigen.

Im EU-Parlament gibt es Kritik an den Plänen. Der CSU-Abgeordnete Markus Ferber sagte, es gebe eine funktionierende Entschädigungsregelung; dabei solle man es belassen. Sein Grünen-Kollege Michael Cramer warnt vor einem massiven Rückschritt für Bahnkunden.